Über 700 Helfer machen Rollstuhl-Basketball-WM möglich

Foto: Andreas Grieß
auchbeimopo, Sport

Ab diesem Donnerstag findet in Hamburg die Rollstuhl-Basketball-WM statt. Eineinhalb Wochen lang kämpfen zwölf Teams bei den Frauen und sechzehn bei den Männern um den Titel. Gespielt wird in der edel-optics.de-Arena in Wilhelmsburg, in der sonst die Hamburg Towers spielen, sowie einer temporären Halle direkt daneben. Und damit alles klappt, sind die Veranstalter auf reichlich freiwillige Helfer angewiesen.

Mehr als 700 Volunteers tragen dazu bei, die Veranstaltung zu ermöglichen, verrät Josefine Ulrich, die die Freiwilligen bei der WM koordiniert: „Wir sind pro Tag auf die Unterstützung von ca. 300 bis 350 Volunteers angewiesen. Da nicht jeder den gesamten WM-Zeitraum zur Verfügung steht, ist die Gesamtanzahl der Volunteers auf über 700 gestiegen.“ Die Freiwilligen sind fast zu gleichen Teilen Frauen wie Männer. Etwa jeden Zehnten zählen die Veranstalter zu inklusiven Volunteers, mehr als 40 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen.

Angesprochen haben die Veranstalter potentielle Helfer durch Aufrufe in den sozialen Medien und in der Fachpresse sowie auf verschiedenen Messen. Der Zuspruch sei von Anfang an gut gewesen, sagt Josefine Ulrich: „Bereits am ersten Tag des Bewerbungsstarts für das Volunteer-Programm war die Anzahl der Bewerbungen schon zweistellig. Und das 13 Monate vor der WM!“ Für einige Bereiche sei es dennoch herausfordernd gewesen, Helfer zu finden, insbesondere wenn die Aufgabe Anwesenheit während der kompletten WM erfordert. Das trifft zum Beispiel auf die Helfer zu, die eine Mannschaft betreuen und zudem idealerweise auch noch die jeweilige Landessprache sprechen sollten. Bei der WM nehmen neben englischsprachigen Nationen unter anderem auch China, Japan, Südkorea und der Iran teil.

Aber auch die Helfer sind international: Sie kommen nicht nur aus Hamburg, sondern aus ganz Deutschland und zum Teil sogar aus dem Ausland, darunter sogar Kanada, Brasilien und Argentinien. Vor der WM gab es für alle eine allgemeine Einführung. Für einige gab es zudem noch eine gesonderte Schulung.

Alles in allen stellt die WM eine Herausforderung dar. Die Begeisterung, ein solches Event in Hamburg auf die Beine zu stellen, scheint aber auch drei Jahre nach dem Aus der Hamburger Olympiabewerbung noch oder wieder da zu sein. Nun müssen nur noch die Zuschauer kommen und die Sportler zu herausragenden Leistungen treiben.

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

1 Kommentar

  1. Moin,

    es ist immer wieder schön zu lesen, dass Menschen sich engagieren und das ohne eine großartige Gegenleistung zu erwarten. An alle freiwilligen Helfer, die das vielleicht noch einmal lesen, Hut ab, Stark!!

    Schöne Grüße, Oliver

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