Elphi ist jetzt da, BER noch lange nicht

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Die „Elphi“-Eröffnung haben wir überstanden. In dieser Woche zeigten sich noch reichlich ihre Nachwirkungen, doch es ist längst ruhiger geworden. Ein bisschen Stolz und Triumph mag bei einigen Hamburgern und Hamburgerinnen in dieser Woche mitgeschwungen haben, nachdem der BER-Eröffnungstermin für dieses Jahr abgesagt und voraussichtlich in das Jahr 2018 verschoben wurde. Einige Andere mögen hier lieber nichts kommentieren, denn lange genug hat es bei uns schließlich auch gedauert. Legen wir also jegliche Schadenfreude ab und hoffen, dass wir in naher Zukunft bei dem Stichwort „Großprojekt“ nicht gleich an Scheitern und eine gefühlte Ewigkeit denken!

Bleiben wir gleich bei Kulturprojekten. Ein ganz interessant Klingendes ist ein neues Kino. Das SchanzenKino73 zeigt in zwei Sälen Filme sowohl in Originalfassung als auch synchronisiert – und das gleichzeitig! Über Kopfhörer wählen die Besucher die gewünschte Sprachversion und die Lautstärke aus. Im Angebot stehen Arthouse- und Actionfilme.

Gerne würden wir jetzt bei kulturellen Neuigkeiten und Ereignissen der Woche bleiben. Doch wir müssen uns nun eher politischen Themen zuwenden. Der neue US-Präsident begann sein Amt. Dies wurde von Protestmärschen begleitet. Weltweit kam es am Samstag zu Demonstrationen, so auch in Hamburg mit um die 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die von Rathausmarkt durch die Stadt zum US-amerikanischen Generalkonsulat liefen.

Wie mittlerweile bekannt, wird am morgigen Montag voraussichtlich die nächste Sammelabschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan stattfinden. Trotz diverser Einschätzungen wie etwa dem jüngst veröffentlichtem UNHCR-Bericht, die Hinweise auf die fragile, unsichere Lage im Land liefern, war Hamburg bei der letzten Abschiebung im Dezember aktiv beteiligt. Der abgeschobene Samir Narang lebt aktuell in Angst in Kabul. Das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen rief für den vergangenen Freitag parallel zur Sitzung des Innenausschusses mit der Beratung eines Antrags der Linken gegen die Abschiebung nach Afghanistan zu einer Demo auf dem Hamburger Rathausmarkt auf. Eine Petition wurde ebenfalls gestartet. Apropos Flüchtlinge: Hier gibt es im Björnsonweg in Blankenese weiterhin keine Unterkunft, denn eine erneute Klage stoppt das Bauvorhaben.

Eine eher erfreulichere Nachricht aus der Politik sind die Überlegungen der Einführung eines neuen, gesetzlichen Feiertages in Hamburg. Hier wird gerade in mehreren norddeutschen Bundesländern von den Gewerkschaften diskutiert. Hamburg hat aktuell mit 9 Feiertagen bundesweit mit die wenigsten gesetzlichen Feiertage.

Mit einem Feiertag mehr ließe sich viel machen. Zum Beispiel Sport? Tauchen wir in die Hamburger Sportwelt des zurückliegenden Woche ab:

Der Hamburger SV spielte auswärts bei Vfl Wolfsburg 0:1 und verbleibt auf dem 16. Tabellenplatz. Leider randalierten gleich einige der mitgereisten HSV-Fans im Zug und wurden von der Polizei in Uelzen und Hannover gestoppt. Derzeit laufen 11 Ermittlungsverfahren. Bei den Hamburg Towers gab es endlich wieder mit 91:80 gegen die Baunach Young Pikes einen Heimsieg. Hier gibt es unseren Spielbericht.

Für den Hamburger Tennis-Profi Mischa Zverev gab es ebenfalls an diesem Wochenende einen großen Erfolg und zwar bei den Australian Open: Er schlug Andy Murray in vier Sätzen im Viertelfinale. Bei den Hamburger (und Schleswig-Holsteinern) Leichtathleten fand die Hallenmeisterschaft statt. Nadja Käther verbesserte den Landesrekord über 60m mit einer Zeit von 7,48 Sekunden.

Eher im Breiten- oder Freizeitsport verortet, holten Hamburger einen Weltrekord im Kickern. 1747 Spielerinnen und Spieler spielten an 150 Tischen im Terminal Tango des Hamburger Flughafens.

Ach, habt ihr auch einen Anruf der Handelskammer Hamburg bekommen? Wer da Mitglied ist (und auch Nicht-Mitglieder), erhält derzeit viel an Wahlmotivation: Fotoaktionen eines durch die Stadt reisenden X in diversen Foren der Sozialen Medien oder aber besagte Anrufe… Warten wir die nächste Bundestagswahl ab: Werden die Hamburger Politiker da auch so begeistert aktiv sein?

Wir wünschen eine schöne, neue Woche!

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Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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