Vorweihnachtliche Vorwahlentscheidungen und sportliche Pleiten

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

In großen Schritten geht es in Richtung Weihnachten. An diesem Wochenende fanden die skandinavischen Weihnachtsmärkte zum zweiten und damit bereits letzten Mal in diesem Jahr statt. Kommende Woche startet dann der Großteil der regulären Weihnachtsmärkte, etwa auf dem Rathausmarkt oder am Jungfernstieg.

Die Geschäfte rüsten sich ohnehin bereits für das Weihnachtsshopping. Das bringt ordentlich Geld in die Kassen – auch in die der Stadt. Unabhängig von der Adventszeit kann sich Finanzsenator Peter Tschentscher über positive Entwicklungen für die Stadtkasse freuen. Laut der November-Steuerschätzung erzielt Hamburg 2016 rund 10,5 Milliarden Euro Steuereinnahmen – 270 Millionen mehr, als im Mai geschätzt und 425 Millionen mehr als in Haushaltsplan vorgesehen. Allerdings, so der Senator, bedeute dies nicht, dass die Stadt ein entsprechendes Plus mache, da es in anderen Bereichen nicht so gut laufe. Übrigens: Hamburg wird im Länderfinanzausgleich wieder vom Geber- zum Nehmerland: rund 60 Millionen gehen an Hamburg.

Wenig geschenkt bekamen hingegen Hamburgs Sportteams. Die Handballer des HSV unterlagen am Freitag dem TSV Altenholz auswärts knapp mit 35:34. Richtig hart erwischte es die Hamburg Towers. Die Basketballer aus Wilhelmsburg zeigten mit ihrem Neuzugang Roderick Rodney Camphor gegen Chemnitz zunächst einen guten Start, verloren dann aber spätestens nach einem vermutlich absichtlich herbeigeführten Fehl-Feueralarm in der Halbzeitpause völlig den Faden und verloren deutlich. Mit Blick auf die Tabelle müssen sich die Jungs nun anstrengend, um den Kontakt zu den Playoff-Plätzen nicht zu verlieren.

Im Fußball ist die Tabellensituation für die Hamburger Teams ja ohnehin bedenklich. Diesen Sonntag konnte der HSV überraschend mit einem 2:2 einen Punkt aus Sinsheim mitbringen, bleibt aber abgeschlagen Tabellenschlusslicht, da Ingolstadt in Darmstadt gewonnen hat. Auch der FC St. Pauli ist weiter Tabellenletzter. Das Team verlor zuhause gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:1.

Am Samstag folgten rund 100 Demonstranten einem Aufruf der AfD zu einer Kundgebung am Bahnhof. Laut NDR standen ihnen rund die zehnfache Zahl an Gegendemonstranten gegenüber. Und wo wir gerade politisch sind: Auch die Bundestagwahl wirft langsam ihre Schatten voraus. Da wäre nicht nur die Ankündigung Angela Merkels, wieder anzutreten. Auch in Hamburg machen sich die Parteien Gedanken über ihr Personal. Bei der SPD wird im Wahlkreis Nord Dorothee Martin antreten. Sie setzte sich intern gegen Maximilian Schommartz durch, der zuletzt vor allem durch sein Investment im Schanzenhof bekannt wurde – und gerade bei den linken Vertretern der Partei unbeliebt. Martin wiederum wurde vorgeworfen, bei der Bürgerschaftswahl 2015 falsche Angaben zu ihrem Wohnort gemacht zu haben.

Und auch die CDU stellt sich auf. Die Landesliste soll laut dem NDR Marcus Weinberg anführen. Rüdiger Kruse soll auf Position zwei stehen. Beide sind aktuell bereits Bundestagsabgeordnete. Für Kritik sorgt, dass die CDU die erste Frau erst auf Listenplatz fünf führt. Endgültig beschlossen wird die Landesliste erst kommenden Monat.

Bis dahin vergeht noch etwas Zeit und Glühwein. Wir wünschen euch in jeden Fall zunächst einen guten Start in die neue Woche.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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