Kürbisfreie Zonen: Alternatives Halloween-Wochenende in Hamburg

Bild: Martin Krauß
Allgemein

Sich verkleiden und besoffen durch die Stadt marodieren kann man ja in Hamburg eigentlich jeden Tag. Muss das auch noch zu Halloween sein? – Nicht zwingend, denn unsere liebe Hansestadt hat noch die eine oder andere Alternative auf Lager zur stimmungsvollen Vorbereitung auf die Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten am durchlässigsten sein soll, wie man sagt.

Wer’s gern phantastisch und actionreich mag, ist am Wochenende in der Kreuzkirche in Wandsbek an der richtigen Adresse. In der „Night Of Dice“ kommen zwei Tage lang Freunde von Boardgames und Rollenspielen auf ihre Kosten, unter anderem werden, passend zu Halloween, die „Werwölfe von Düsterwald“ gezockt.  Hier sind allerdings nicht nur Geeks herzlich willkommen, auch interessierte Noobs dürfen gern an den verschiedenen Spieletischen Platz nehmen und sich in andere Welten begeben. Zeitgleich bietet am selben Ort einmal mehr das „Lesewunderland“ mehreren Autoren aus dem Bereich des Gruselig-Phantastischen ein Forum. Als Experten für Magie und Dämonen stehen Markus und Sandra Gerwinski auf dem Programm, Fantasy aus Schleswig-Holstein gibt es von Tanja Rast, und da es ganz ohne Zombies an Halloween ja doch irgendwie nicht geht, serviert Hendrike Bode Geschichten aus der Welt der Untoten.

Ebenfalls schön schaurig wird’s im Imperial Theater auf der Reeperbahn mit dem Stück „Die Frau in Schwarz“ von Stephen Mallatratt. Darin geht es um den jungen Anwalt Arthur Kipps, der zwecks Nachlassverwaltung einer Verstorbenen in ein abgelegenes Moor reist und dort die fatale Begegnung mit der titelgebenden Dunkelgewandeten macht.

Kürbis- und Horrorclown-freie Zone auch in der Absinth Bar: Die schummrige Kultstätte an der Sternschanze öffnet bereits zum dritten Mal ihre Pforten für alle Freunde der modernen Unheimlichen Literatur. Die Autoren Vincent Voss, Thomas Finn und Karin Elisabeth zelebrieren den Dia de los Muertos unter anderem mit einer Séance und entführen auf eine Toteninsel nach Mexiko. Für zwischenweltliche Klänge sorgt die Gruppe Issmich mit verstörenden Kompositionen am Vibraphon, Cello und Haartrockner. Dazu passend winkt ein gediegener Rausch, der mithilfe einer Auswahl von über 400 Sorten Absinth nach fachkundig durchgeführtem Ritual herbeigeführt werden kann.

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