Ein tierisch guter Sieg für die Hamburg Towers gegen den MBC

Bilder: Andreas Grieß
Hamburg Towers, Sport

Am Samstagabend mussten die Hamburg Towers gegen keinen geringeren als den Erstliga-Absteiger und aktuellen Tabellenführer, den Mitteldeutschen Basketball Club, antreten. Ein schwerer Gegner. Doch die Hamburger beeindruckten vor allem durch einen fulminanten Start, eine verbesserte Defensive und den beiden Matchwinnern Cornelius Adler und Enosch Wolf. Am Ende durften sich die Jungs von Hamed Attarbashi, die auf den verletzten Mario Blessing verzichten mussten, von den 2.500 Fans in der Inselparkhalle für ihren 78:74-Sieg mehr als verdient feiern lassen.

Towers starten furios in die Partie

Die Hamburger starteten mit einem Dreier von Cornelius Adler in die Partie. Nach knapp fünf Minuten zogen die Towers mit fünf Punkten davon – was vor allem an Anthony Canty lag. Der 25-Jährige verwandelte in nur kürzester Zeit zwei Dreier und einen Korbleger. Und auch seine Teamkollegen wollten scheinbar das wieder gut machen, was ihnen im letzten Heimspiel vor einer Woche gegen Hanau überhaupt nicht gelingen wollte: die Dreier-Würfe. Bis zur sechsten Spielminute fanden vier von fünf Drei-Punkte-Würfen ihren Weg in den Korb. Knapp zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels zogen die Türme sogar mit zehn Punkten auf 26:16 davon. Die Gäste aus Weißenfels schienen von der fulminanten Spielweise der Towers sichtbar beeindruckt.

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Hamed Attarbashi musste im zweiten Viertel nachjustieren

Mit einer 27:18-Führung ging es ins zweite Viertel. Nach knapp drei Spielminuten war diese aber auch schon komplett verspielt. Der MBC glich vor allem durch Unachtsamkeiten und kleine Fehler der Towers zum 29:29 aus. Nach vier Minuten dann sogar die erste Führung der Gäste (31:29). Die Towers erzielen bis hierhin nur zwei magere Pünktchen im zweiten Viertel. Kurze Zeit später kamen dann endliche wieder welche auf das Konto der Towers: Cornelius Adler mit einem Dreier und Rob Ferguson mit einem Zweier zum 34:31. Obwohl der MBC in den nächsten Minuten immer mehr Druck aufbauten, hielten die Towers mit starker Mannschaftsleistung dagegen und erkämpften eine 41:38-Führung bis zur Halbzeitpause.

Cornelius Adler wird zum Überflieger des Abend

Kurz nach der Halbzeitpause legten die Towers mit ihrer guten Dreier-Quote wieder nach: Rob Ferguson zum 44:38. Vier Minuten vor Ende des dritten Viertels dann sogar die zehn-Punkte-Führung der Towers (51:41). Mann des Spiels wurde zu diesem Zeitpunkt schon längst der Spieler mit der Nummer 22: Cornelius Adler. Der Neuzugang traf scheinbar von allen Positionen und baute die Führung der Towers mit einem erneuten Dreier zur 58:45 weiter aus. Kein Wunder also, dass Adler mit 20 Punkten wurfstärkster Towers-Spieler des Abends wurde. Der 27-Jährige nach dem Spiel zu seiner Leistung: „Es war ein sehr intensives Spiel. Ich hatte ein gutes Gefühl in der Hand. Die Würfe sind gut gefallen. So etwas ist immer gut fürs Selbstvertrauen.“

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Mann des Spiels: Cornelius Adler

Mit zehn Punkten Vorsprung (60:50) ging es in die letzten zehn Minuten. Angriff für Angriff kamen die Gäste vom Mitteldeutschen Basketball Club jedoch näher. Nach gerade einmal drei Minuten war die Towers-Führung schon auf einen Punkt geschmolzen. Sollten die Towers sich dieses Spiel in den letzten Minuten noch aus den Fingern gleiten lassen? Anthony Canty sorgte mit einem Wurf für die Antwort (62:59). Enosch Wolf, der hinter Cornelius Adler mit 17 Punkten zweitbester Werfer im Trikot der Towers war, legte nach. Die Towers gingen wieder deutlicher in Führung, zwischenzeitlich mit 70:59 in Führung. Doch auch diese Führung sollte wieder schrumpfen. Eine Minute vor dem Schluss stand es wieder „nur“ 73:69. Doch am Ende ließen sich die Towers den Sieg nicht mehr nehmen und gewannen gegen den Tabellenersten verdient mit 78:74.

„Wir wollten ein Zeichen setzen“

Für Towers-Coach Attarbashi war der Sieg vor allem der starken Defensiv-Leistung zu verdanken: „Das war heute ein ganz wichtiger Sieg für uns. Aber vor allem die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war toll. Über weite Phasen haben wir die Hamburg Towers gesehen, die wir sehen möchten. Wir hatten das Glück des Tüchtigen. Aber das A und O des Sieges war die Defensive.“

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Enosch Wolf tankt sich zu zwei seiner insgesamt 17 Punkte durch.

Auch für Enosch Wolf war dieser Sieg ein Zeichen: „Nach dem eher nicht so überzeugendem Saisonauftakt war das heute ein sehr wichtiger Sieg für uns. Es war Zeit, dass wir gezeigt haben, was wir können. Wir wollten ein Zeichen setzen.“

Lobende Worte fand Towers-Coach Attarbashi vor allem für den Matchwinner des Abends: „Cornelius kann scoren. Er hat Selbstvertrauen getankt. Er ist unberechenbar im Angriff. Ich bin mir sicher, dass wir ihn noch öfters so erleben werden.“ Die nächste Gelegenheit dafür bietet sich vor heimischem Publikum am 23. Oktober um 17 Uhr. Dann sind die ETB Wohnbau Baskets aus Essen in der Inselparkhalle zu Gast. Zuvor geht es für Hamburgs Basketballer in der kommenden Woche noch zum Auswärtsspiel nach Heidelberg.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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