Die Woche der Besucher

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Diese Woche stand im Zeichen derer, die zu Besuch nach Hamburg kamen. Am Donnerstag waren das der schwedische König Carl Gustaf und seine Frau Silvia. Für etwa fünf Stunden waren die beiden in Hamburg- und eilten dabei ziemlich durch die Stadt, wie Spiegel Online berichtet. Für die Fans nahm sich das Königspaar daher nur wenig Zeit. Die brauchten beide für eine Besichtigung der Elbphilharmonie. Die nennt Silvia “ein Juwel”. Nun gut, Juwelen sind ja auch teuer.

Der nächste gefühlte Staatsbesuch trudelte ebenfalls schon in der Woche in Hamburg ein, war aber im wesentlichen hier, um am Samstagabend im Volksparkstadion zu “arbeiten”. Die Rede ist von der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Die bestritt bei uns ihr WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien – und gewann ungefährdet mit 3:0. Deutlich gefährdeter war der Sieg der Hamburg Towers, die zeitgleich im Inselpark spielten. Letztlich konnten die Basketballer aber ihren zeitweise zweistelligen Vorsprung über das Ziel bringen und siegten mit 78:74 gegen den Mitteldeutschen Basketball Club. Sonntag waren dann Hamburgs Handballer gefragt und zwar im Spitzenspiel gegen das einzige noch ungeschlagene Drittligateam der laufenden Saison, dem VfL Fredenbeck. Auch für den HSV wurde es eng, doch auch er blieb letztlich das siegreiche Team.

“Zu Besuch” ist Hamburg auch einmal mehr im Schwarzbuch der Steuerverschwendung. „Eigentlich sollte man meinen, dass das Ausmaß an Steuergeldverschwendung abnimmt, je häufiger wir unser Schwarzbuch veröffentlichen. Doch dem ist leider nicht so“, zitiert der NDR Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler Hamburg. Neben bekannten Beispielen wie dem Fahrradzähler und der Sanierung des Alten Elbtunnels führt der Steuerzahlerbund dieses Jahr prominent die Entschlammung im Hamburger Hafen auf. 85 Millionen Euro würden hier ausgegeben – und das ohne Nachhaltigkeit, da der entfernte Schlick wieder in die Elbe gelange, von wo er zurück in den Hafen treibe.

Bald nicht mehr den Bundestag besuchen – zumindest nicht mehr als Abgeordneter – will Dirk Fischer. Seit 1980 ist der CDU-Politiker Abgeordneter für den Wahlkreis Hamburg-Nord. Im kommenden Jahr will der 72-Jährige nicht erneut für das Parlament kandidieren. Einen möglichen Nachfolger hat Fischer bereits auserkoren. Geht es nach ihm, soll die Partei für die nächste Wahl Christoph Ploß als Kandidaten aufstellen.

Wer mit der U5 irgendwohin zu Besuch will, muss sich noch etwas gedulden. Derzeit wird noch geplant und überlegt. Die Hochbahn ist damit aber schon wieder ein Stück weiter. Aktuell geht es vor allem um den Abschnitt von Rübenkamp über die Sengelmannstraße zum New-York-Ring. Am Rübenkamp soll ein Umstieg zur S1 möglich werden, an der Sengelmannstraße einer zur U1. Gerade bei dieser Station gibt es derzeit viele Anwohnerfragen, die sich vor allem auf die Lärmbelastung beziehen. Der Trassenverlauf scheint mittlerweile jedoch recht fix zu sein.

War sonst noch was? Ach ja, Roland Schill war nackt im TV.

Und nun sei euch ein guter Start in die neue Woche gewünscht.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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