Hamburg Towers: Erstes Heimspiel – erste Pleite

Hamburg Towers, Sport

Nach dem ersten Sieg der noch jungen Saison beim Team Ehnigen Urspring am vergangenen Wochenende wollten die Hamburg Towers nun am Samstagabend vor heimischer Kulisse nachlegen. Im ersten Heimspiel setzte Towers-Coach Hamed Attarbashi auf seine drei bewerten Kräfte Rob Ferguson, Rene Kindzeka und Anthony Canty. Neben den drei „alten“, durften auch die beiden Neuzugänge Marc Liyanage und Justin Raffington von Beginn an gegen Hebeisen white Wings Hanau ran. Trotz einer über weite Strecken der Partie engagierten Leistung reichte es am Ende nicht für einen Sieg. Mit 68:71 mussten die Wilhelmsburger die erste Saison-Niederlage verkraften.

Vor knapp 2.700 Zuschauern in der Inselparkhalle gelang den Towers ein eher holpriger Start in die Partie. Zwar gingen die Towers nach knapp drei Minuten durch Rene Kindzeka und Justin Raffington mit 3:1 in Führung. Es sollte jedoch die letzte zwischenzeitliche Führung für lange Zeit werden. Bereits in der vierten Spielminute glich Haunau zum 3:3 aus. Beide Teams spielten in den ersten Minuten mit angezogener Handbremse. Dies zeigte sich vor allem an der eher mäßigen Punkteausbeute. Erst nach sechs Spielminuten legten die Gäste aus Hanau einen Gang zu und zogen in kurzer Zeit bis auf acht Punkte davon (3:11). Towers-Coach Hamed Attarbashi reagierte rasch mit seiner ersten Auszeit. Danach lief es erst einmal besser: Kurz vor Schluss des ersten Viertels fanden die Towers mit DeAndre Landsdowne und seinem Korbleger zum 14:17 wieder in die Spur.

Schrecksekunde: Mario Blessing muss verletzt raus

Anfang des zweiten Viertels ein kleiner Schock: Mario Blessing musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Hamed Attabashi nach dem Spiel: „Mario hat einen Schlag auf die Hüfte bekommen. Ich weiß leider noch nicht mehr. Es sah aber nicht gut aus. Er konnte kaum gehen.“ Die Towers erholten sich recht schnell von dem Ausfall, konnten wieder Druck aufbauen, glichen durch Marc Liyanage und seinem Dreier zum 17:17 aus und gingen schließlich 33 Sekunden vor der Halbzeitpause erstmals seit dem 3:1 in der vierten Spielminute wieder in Führung (40:39).

Mit einem 40:41-Rückstand ging es für die Towers in die zweite Spielhälfte. Im dritten Viertel ging es bei beiden Mannschaften im Gleichschritt weiter. Erst zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels zogen die Towers durch eine klasse Leistung von Lars Kamp, der heute durch starke Aktionen und freche Balleinlagen positiv auffiel, dann erstmals mit drei Zählern davon (54:51). Mit einer knappen 56:55-Führung ging es für die Towers in das letzte und entscheidende Viertel. Und das sollte es in sich haben.

Pech bei den Dreiern

Die Jungs von Hamed Attarbashi kämpften nun mit vereinten Kräften um jeden Ball. Auszahlen wollte sich dieser Kampf aber irgendwie nicht. Nach nur zwei Minuten war die ein-Punkte-Führung hin. Die Towers lagen mit vier Punkten zurück (58:62). Was jetzt auffiel: Krampfhaft versuchten die Towers nun, den Rückstand mit Drei-Punkte-Würfen weg zu machen. Doch gerade die Drei-Punkte-Würfe wollten an diesem Abend irgendwie nicht sitzen: Lediglich 4 von 23 Versuchen waren erfolgreich – eine mehr als magere Ausbeute. Vor allem Anthony Canty hatte an diesem Abend kein glückliches Händchen. Der Point Guard war mit elf Punkten hinter Enosch Wolf (12 Punkte) zwar zweitbester Werfer der Türme, traf jedoch keinen einzigen seiner sechs Dreier-Würfe. Canty nach dem Spiel: „Wir hatten heute irgendwie Probleme unseren Rhythmus zu finden und waren oft einen Schritt zu langsam. Gerade ich habe offensiv überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Was echt untypisch für mich ist. Dieses Wurfglück muss ich jetzt erst mal wiederfinden.“

Point Guard Anthony Canty hatt gegen Hanau kein Glück

Point Guard Anthony Canty war nach dem Spiel gegen Hanau sichtlich niedergeschlagen

Und genau diese „Dreier“ sollten an diesem Abend auch der entscheidende Knackpunkt sein. Denn am Ende blieben den Türmen nur noch 35 Sekunden Zeit, um die Niederlage abzuwenden. Beim Stand von 68:69 mussten die Towers aufs Ganze gehen – und das bedeutete wieder einmal Drei-Punkte-Würfe. Doch auch diese misslungen schlussendlich. Und so mussten sich die Towers nach einer sehr intensiven Partie am Ende mit einer 68:71-Niederlage zufrieden geben.

„Wenn du nur vier von 23 Dreiern machst, kannst du nicht gewinnen“

Sichtlich niedergeschlagen zeigte sich nach dem Spiel Towers-Coach Hamed Attarbashi: „Hanau hat 40 Minuten intensiv und hart gekämpft. Wir hatten heute mehr Rebounds und haben im großen und ganzen vieles richtig gemacht, aber wenn du nur vier von 23 Dreiern machst, kannst du einfach nicht gewinnen. Wir haben heute einfache Würfe nicht getroffen und auch taktisch Fehler gemacht. Man hat die Nervosität bei vielen gespürt. Kein Wunder, schließlich war es für die meisten das erste Spiel vor heimischer Kulisse. Das ist immer etwas ganz besonderes.“

Bereits am Dienstag geht es für Hamed Attarbashi und seine Jungs in Köln weiter. Der Coach warnt bereits: „Köln wird nicht einfacher als Hanau. Sie sind unheimlich schwer zu bespielen. Wenn wir aber mit so einer Intensität spielen, wie heute und wieder mehr Glück mit den Würfen haben, können wir jeden Schlagen.“ Die nächste Chance für den ersten Heimsieg der Saison haben die Towers am 08. Oktober. Dann treffen sie um 19:30 Uhr in der Inselparkhalle auf den Mitteldeutschen Basketball Club.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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