Hamburg Towers: Neuzugänge zeigen sich im Testspiel gegen Erstligisten

Bilder: Andreas Grieß
Hamburg Towers, Sport

Neue Saison, neues Glück. Bei den Hamburg Towers heißt es aber auch: ein fast komplett neues Team! Nur vier Spieler aus der letzten Saison sind den Wilhelmsburgern erhalten geblieben. Auf drei von ihnen musste Towers-Coach Hamed Attarbasho gestern verletzungsbedingt zudem verzichten: Anthony Canty, Rob Ferguson und Stefan Schmidt saßen nur auf der Bank und schauten ihren neuen Kollegen zu.

Sieben Neuzugänge präsentierten die Türme dafür ihren Fans in der Inselparkhalle beim Testspiel gegen die Erstligisten Phoenix Hagen. Die beiden Neuzugänge Leon Bahner und Cornelius Adler mussten noch pausieren. Dafür liefen neben den anderen neuen Gesichtern aber auch Lars Kampf und Marc Liyanage im Trikot der Türme auf. Beide wurden zwar bisher noch nicht verpflichtet, die Chancen stehen aber gut. Vor allem der 20-Jährige Lars Kamp könnte der Ersatz für Janis Stielow, der seine Karriere beendet hat, werden.

Towers Kader

Neben Justin Raffington, der mit 14 Treffern zweitbester Werfer im Trikot der Towers war, zeigten vor allem Enosch Wolf und Mario Blessing ihr Können. Mit 23 Körben war Enosch Wolf, der mit seinen 2,15 Meter der längste Tower ist, der Topscorer. Auch der kleinste Towers-Neuzugang, Mario Blessing (1,86m), glänzte durch tolle Aktionen und fungierte auf dem Feld oft als Wortführer. Wir haben die beiden nach dem Test kurz im Interview gehabt:

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Trotz der 79:96-Niederlage gegen Hagen zeigte sich Coach Attarbashi im Großen und Ganzen zufrieden: „Es gab heute sehr gut Phasen, nicht so gute Phasen und auch schlechte Phasen. Es ist klar, dass wir noch viel zu arbeiten haben. Die Spieler sind noch unsicher und haben keinen Rhythmus. Aber wir haben tolle Körbe erzielt und die stimmen mich positiv.“  Vor allem der Mannschaftsgeist steht für Hamed Attarbashi im Vordergrund: „Wir sind zum Ende hin bis auf 17 Punkte an Hagen herangekommen. Die Jungs haben gekämpft und damit auch gezeigt, dass wir uns auf eine charakterlich tolle Truppe freuen dürfen.“

Und gerade dieses Teamgefühl war schon gestern Abend zu sehen: Es wurde abgeklatscht und angefeuert; gelungene Aktionen und tolle Körbe wurden auf der Bank bejubelt und bei den Taktikanweisungen hingen die Neuzugänge ihrem Trainer förmlich an den Lippen. Insgesamt hat der erste Test gezeigt: Die Towers sind körperlich größer und länger geworden – gewinnen somit auch mehr Rebounds. Vor allem Mario Blessing zeigte gestern, dass er ein quirliger und agiler Pointguard ist. Und auch das Zusammenspiel zwischen ihm und René Kindzeka funktioniert.

Die wenigen bekannten Gesichter Stefan Schmidt, Anthony Canty und Robert Ferguson saßen nur auf der Bank.

Die wenigen bekannten Gesichter Stefan Schmidt, Anthony Canty und Robert Ferguson saßen nur auf der Bank.

Wenn dann noch die ganzen Verletzten fit sind, könnten die Towers auch in dieser Saison wieder viel Spaß bereiten. Kein Wunder also, dass Trainer Hamed Attarbashi momentan nur einen Wunsch hat: „Wir wollen einfach nur ein gesundes Jahr bei den Towers erleben. Ohne Verletzungen. Das ist die Hauptsache.“

Das erste Punktspiel der Saison steht für die Towers in knapp einem Monat, am 25.09. um 17:30 Uhr, beim Team Ehingen Urspring an. Das erste Heimspiel der Saison gegen Hanau findet am 1. Oktober um 19:30 Uhr in der Inselparkhalle statt.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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