Fünf Auswirkungen der Sommerferien auf den Verkehr in Hamburg

Stadtgefühl

„Endlich“, sagen sich Hamburgs Schülerinnen und Schüler: Die Sommerferien beginnen. Während die Niedersachsen schon fast einem Monat frei haben und bald zurückkehren, können die Hamburger nun faul sein. Auch die Berliner und Brandenburger starten in die schulfreie Zeit. Doch nicht nur für die fast 250.000 Schüler und deren Lehrer ändert sich mit den Schulferien einiges. Die Sommerferien haben auch Auswirkungen auf den (Nah)verkehr in Hamburg.

1. Viele Busse fahren seltener

Ohne die Schüler ist in den U- und S-Bahnen, sowie den Bussen mehr Platz. Doch Vorsicht: Gerade für Berufspendler wird das Fahren in den nächsten Wochen nicht zwingend entspannter: Die Buslinien 4, 6, 8, 10, 13, 23, 26, 27, 114, 118, 143, 178 und 263 fahren ab Donnerstag seltener. Laut Hochbahn liegt dies am geringeren Bedarf, man spare so viele tausend Euro Betriebskosten.

2. Die S-Bahn fährt nicht über die Elbe

Noch ein Punkt, der Pendler eher stressen als entspannen wird: Über die Elbe fahren lange Zeit nur Busse statt S-Bahnen. Konkret gilt der Ersatzverkehr vom ersten Ferientag an, also dem Donnerstag, 21. Juli, bis kurz vor Ferienende am Sonntag, 14. August. In dieser Zeit fahren durch die Woche zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg an Stelle der S-Bahn Busse. An den Wochenenden gilt die Sperrung sogar zwischen Hammerbrook und Harburg. Tipp: Es gibt Direktbusse ab Berliner Tor, die Montags bis Freitags sofort nach Wilhelmsburg fahren und Samstags und Sonntags sofort nach Harburg. Sie verkehren natürlich auch in die umgekehrte Richtung. Mehr zu Sperrung erfahrt ihr hier.

3. Fahrräder im Nahverkehr sind immer erlaubt

Endlich mal eine positive Nachricht aus dem Nahverkehr. In den U-, S- und A-Bahnen können den ganzen Tag über kostenlos Fahrräder mitgenommen werden. Normalerweise gibt es dafür Beschränkungen während des Berufsverkehrs. Achtung: Für Regionalzüge gilt diese Regelung auch in den Ferien nicht!

4. Am Flughafen ist die Hölle los

Der erste Freitag in den Ferien ist laut Flughafen mit 235 Starts der stärkste Reisetag. Insgesamt würden an den ersten fünf Ferientagen 1.038 Flugzeuge mit ca. 132.126 Passagieren starten. Wer zu dieser Zeit fliegt, kann sich also auf längere Wartezeiten bei den allseits beliebten Bodyscannern einstellen. Der Airport erwartet zudem, dass viele Reisende mit dem Auto kommen – wovon im Übrigen abzuraten ist. Der Flughafen hat 3.000 zusätzliche Parkplätze (ergänzend zu den 12.000 bestehenden) eingerichtet. Von den Saisonparkplätzen, die sich im Umkreis von fünf Kilometer um den Flughafen befinden, fahren kostenlose Shuttlebusse zu den Terminals. Zudem empfiehlt der Flughafen, Autofahrern vorzeitig online einen Parkplatz zu buchen.

5. Richtung Norden ist mit Staus zu rechnen

Apropos Autofahrer: Wer Richtung Ostsee oder Dänemark mit dem Wagen aufbricht, sollte Gesellschaftsspiele oder etwas zu Lesen mitnehmen. Auf der A7 befinden sich weiterhin viele Kilometer Baustelle. Zusammen mit dem zu erwartendem höheren Verkehrsaufkommen, sind Staus so gut wie sicher. Das gilt übrigens in beide Richtungen, da auch mit vielen Rückreisenden aus südlicheren Bundesländern zu rechnen ist. An der Grenze kann es zudem nach wie vor zu Kontrollen kommen.

Also: Viel los auf Hamburgs Schienen und Straßen. Lasst euch davon die Urlaubsstimmung nicht verderben. Vielleicht geht ihr einfach mal ein Stück zu Fuß oder fahrt mit dem Rad. Aber passt auf: nicht, dass ihr dabei gegen Pokémon-Jäger stoßt.

 

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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