Versteckte Stunden, Millionen und natürlich Eier. Wir brauchen Eier!

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Frohe Ostern, Hamburger und Hamburg-Freunde. Die Fastenzeit ist vorbei und so ganz nebenbei auch die laufende Woche. Bedeutet: Zeit für den Wochenrückblick. Und entgegen der bunten Eier verstecken wir den nicht. Zumindest hast du ihn offenkundig schon gefunden, wenn du diese Zeilen liest.

Verstecken und offenbaren – das sind auch die Leitgedanken der zurückliegenden Woche. Nicht nur, weil uns eine Stunde geklaut wurde in der letzten Nacht. Auch die A7 will Hamburg künftig verstecken, zumindest teilweise. Der “Deckel” der in Altona gebaut werden soll wird immer konkreter. Diese Woche unterzeichneten Senat und Bezirk im Altonaer Rathaus eine Vereinbarung für den Bau. Darin wurde festgehalten, dass die Kleingärtner neue Flächen erhalten sollen und im Bezirk 2500 Wohnungen im Zusammenhang mit der Maßnahme entstehen sollen.

Deckel drauf – das ist auch bei einigen Chemikalien besser. Klappt aber nicht immer so gut. Am Montagmorgen gab es im Hafen einen Gabelstabler-Unfall: Ein 1000-Liter-Fass Schwefelsäure wurde dabei beschädigt. Zudem kippte ein Fass mit Salpetersäure um – keine gute Kombi. Die Stadt löste via Katwarn Chemiealarm aus. Da die Warnung hier jedoch nur nach Postleitzahlen funktioniert, wirkte das Ganze letztlich deutlich bedrohlicher als es wirklich war, denn zum Glück bekamen die Fachkräfte alles wieder unter Kontrolle.

Neues gab es diese Woche auch zur geplanten U-Bahn-Linie U5. Wobei: Eigentlich gab es nichts Neues. Vorgestellt wurde die Machbarkeitsstudie zur U5 und zur Erweiterung der U4. Die U4 soll wie bereits bekannt in die Horner Geest weiterfahren, die U5 soll im ersten Bauabschnitt zunächst von Bramfeld über Steilshoop und Hartzloh an die S1 Rübenkamp und von dort an die Sengelmannstraße (U1) in die City Nord zum New-York-Ring fahren. Baubeginn soll in einigen Jahren sein. Die Bürger sollen nun ab Sommer enger beteiligt werden, vor allem im Hinblick auf die genaue Positionierung der Station Steilshoop. Offiziell bekannt gab die Hochbahn zudem, dass die neue U-Bahn-Linie automatisch, sprich ohne Zugführer fahren können soll, was zuvor ebenfalls durchgesickert war. Die Kosten für den Nahverkehrsausbau stehen noch nicht genau fest. Die Stadt hofft, dass sich Bund und EU an der Finanzierung beteiligen.

Eine Hoffnung, die ausgerechnet diese Woche einmal mehr einen Dämpfer erhalten hat. Erinnert sich noch jemand an diese Olympia-Sache? In Hamburg tut man das ja mittlerweile unabhängig davon, ob man dafür oder dagegen war, ungern. Immerhin das verbindet nun. Jedenfalls will man seitens des Bundes von der ganzen Sache nun auch nichts mehr wissen. Nachdem Berlin (im Sinne von Deutschland) bereits vor dem Referendum Geld-Zusagen zurückgezogen hatte und kein Statement zur Kostenplanung abgab, was letztlich die Befürworter dumm dastehen ließ, lassen de Maizière und Co. Hamburg nun auf den Bewerbungskosten sitzen. Ex-Sportsenator Neumann versteht es nicht. Tja, hätte er das Ganze wohl doch besser genauer vertraglich festgehalten.

Aber wo wir gerade bei nicht verstehen sind, schließen wir diesen Oster-Wochenrückblick doch mit einem besonderen WTF-Osterei. Einige Hamburger wollen offenbar sehr bemerkenswerte Dinge entsorgen:

Frohe Ostern und einen guten Start in die neue Woche!

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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