Siegesserie fortgesetzt: Hamburg Towers gewinnen mit 69:59 gegen Hanau

Bilder: Andreas Grieß
Hamburg Towers, Sport

Im fünften Heimspiel der Saison empfingen die Hamburg Towers am Sonntagabend die Hebeisen White Wings aus Hanau. Geprägt war die Partie über weite Strecken vor allem von der Abschluss-Schwäche beider Mannschaften. Am Ende konnten sich die Towers jedoch vor allem dank eines starken Schlussspurts mit 69:59 gegen die Gäste aus Hanau durchsetzen. Es war der fünfte Sieg in Folge! Die Towers setzen ihre Siegesserie somit fort und setzen sich auf dem fünften Tabellenplatz fest.

Dabei mussten sie wie im Auswärtsspiel gegen Nürnberg am Freitag (73:79-Sieg) auf den zuletzt stark aufspielenden Spielmacher Bazou Kone verzichten. Er hat einen Bluterguss am Fuß und soll bald wieder einsatzfähig sein. Erstmals vor heimischem Publikum konnte Coach Attarbashi dafür auf Anthony Canty zählen.

Die Gäste aus Hanau gingen nach wenigen Sekunden mit 4:0 in Führung. Nach zwei Minuten gelang den Towers durch Stefan Schmidt der 4:2-Anschlusstreffer. Durch zwei Dreier von Anthony Canty in seinem ersten Heimspiel und Robert Ferguson konnten die Hamburger in der fünften Spielminute zum 10:10 ausgleichen. Nur wenige Sekunden später gelang durch Stefan Schmidt erstmals die Führung (12:10). Die Towers zeigten im ersten Viertel eine beherzte und engagierten Defense-Leistung – was nicht zuletzt auch an der Abschluss-Schwäche der Gäste lag. So konnten die Hausherren ihre Führung bis zum Ende des ersten Viertels bis auf vier Punkte (21:17) ausbauen.

Punkte – lange Zeit Mangelware

Im zweiten Viertel ließen sich die Towers von der Abschluss-Schwäche der Gäste anstecken. Die ersten Punkte konnten die Türme erst nach vier Minuten durch Xavier Roberson auf ihrem Konto verbuchen. In der Zwischenzeit waren die Gäste näher rangekommen. Es stand 24:21. Insgesamt zeigten beide Teams im zweiten Viertel eine über weite Strecken sehr zerfahrene Partie. Punkte? Oft Mangelware. Ein weiterer Grund war die miserable Ausbeute bei den Freiwürfen. Towers-Coach Attarbashi nach der Partei: „Die Quote war wirklich schlecht. Doch die vergebenen Freiwürfe waren eigentlich alle in einer Phase.“

Zu oft scheiterten beide Mannschaften vor dem Korb. Vor allem die nächsten Towers-Punkte ließen lange auf sich warten. So kam Hanau vier Minuten vor der Halbzeit auf 25:25 ran. Zwei Minuten später konnten die Fans in der Inselpark-Arena dann aber endlich wieder lautstark aufjubeln. Kein geringerer als Kapitän Robert Ferguson brach die Korbflaute und brachte seine Towers mit einem Korbleger wieder mit 27:25 in Führung. Zwei Minuten vor der Halbzeit baute Anthony Canty – der Towers-Top-Scorer der ersten Halbzeit – durch fünf Punkte in Folge die Towers-Führung weiter auf 32:29 aus. Mit einem Last-Minute-Sprungwurf von Jonathon Williams gingen die Towers mit einer 35:33-Führung in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit war es eine Partie auf Augenhöhe. Beide Teams standen sich in der Abschluss-Schwäche in Nichts nach. Doch – im Gegensatz zu den Gästen aus Hanau – fingen sich die Towers wieder nach wenigen Minuten und gingen durch einen Korbleger von Vinzent Kittmann in der siebten Minute des dritten Viertels in Führung. In den darauffolgenden Minuten bauten sie diese Stück für Stück auf sechs Punkte weiter aus.

Starker Schlussspurt der Towers

Das letzte Viertel stand an. Und nach knapp drei Minuten war die sechs-Punkte-Führung der Towers schon fast aufgebraucht. Sechs Minuten vor Schluss gelang Hanau dann der Ausgleich (55:55). Die Towers begannen wieder zu wanken. Nach vier Minuten weckte Steffen Kiese die 2.500 Zuschauer und seine Teamkollegen mit einem Dreier, deutlich vor der Drei-Punkte-Linie abgeworfen, wieder auf (58:55). Dieser Treffer riss sogar Towers-Coach Hamed Attarbshi aus seinem Trainer-Stuhl. Es sollte der Wachmacher für die Towers werden. Es folgte eine starke Schlussphase.

Travis Warech: Der für zwei Monate verpflichtete Deutsch-Amerikaner wurde mit 20 Punkten Topscorer gegen Hanau

Travis Warech: Der für zwei Monate verpflichtete Deutsch-Amerikaner wurde mit 20 Punkten Topscorer gegen Hanau

Erst bauten Travis Warech und Stefan Schmidt die Führung mit jeweils zwei Freiwürfen auf 62:56 weiter aus. Dann legte zweimonats-Neuzugang Travis Warech mit einem Korbleger nach (64:57). In den letzten Spielminuten konnten sich die Towers weiter absetzen und gewonnen letztlich vor allem dank eines starken Schlussspurts mit 69:59.

„Heute haben wir eigentlich nicht besonders gut gespielt“

Coach Hamed Attarbashi war nach dem Sieg sichtlich erleichtert: „Fünf Siege in Folge – sowas hatten wir noch nie. Wir wollten heute wieder rausgehen, als wäre es ein Endspiel. Dies ist uns gelungen. Wir haben eigentlich nicht besonders gut gespielt. Die Frische und Schnelligkeit hat etwas gefehlt. Deshalb haben wir heute auch gewechselt bis der Arzt kommt.“

Ein besonders lobendes Wort fand Attarbashi vor allem über Neuzugang Travis Warech, der in seinem zweiten Heimspiel mit seinen 20 erzielten Punkten der absolute Top-Scorer der Towers war: „Genau deshalb haben wir ihn geholt. Ich freue mich sehr für ihn. Er hat sich super eingelebt.“ Travis Warech selbst war mit seiner Leistung auch zufrieden: „Ich bin froh hier zu sein und dem Team helfen zu können. Die 20 Punkte sind natürlich super. Aber ich mache eigentlich alles, was zu tun ist. Egal ob hinten oder vorne.“

Nach dem Sieg gegen Hanau stehen die Towers mit 12 Punkten weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz. Am kommenden Samstag müssen die Towers nach Kirchheim. Towers-Coach Attarbashi hat ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen natürlich gewinnen. Und dann könnten wir in Kirchheim einen neue Phase beginnen.“ Im nächsten Heimspiel am darauffolgenden Samstag (21. November, 19:30 Uhr) müssen die Türme dann gegen die RheinStars Köln ran.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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