Hamburg Towers starten mit einem Sieg in die zweite ProA-Saison

Hamburg Towers, Sport

Dank einer starken Defensive und einem glänzenden Bazou Kone legten die Hamburg Towers am Freitagabend mit dem 72:61-Sieg einen gelungenen Saisonauftakt gegen die ETB Wohnbau Baskets aus Essen hin. Allein 27 Punkte gingen dabei auf das Konto von Bazou Kone, was ihn zum absoluten Top-Scorer des Abends machte. Nach einer souveränen Leistung in der ersten Halbzeit boten die Towers ihrem Publikum in der zweiten Hälfte eine nervenaufreibende Zitterpartie.

Gezittert wurde bei den Towers aber schon vor dem Spiel. Das Verletzungspech war bei den „Türmen“ groß geschrieben. So musste vor knapp einer Woche sogar das letzte Testspiel gegen Gießen wegen zu vielen Verletzten und Kranken kurzfristig abgesagt werden. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Pünktlich zum ersten Spiel der ProA-Saison waren außer Rene Kindzeka und den beiden Neuzugängen Xavier Roberson und Anthony Canty aber wieder alle Spieler einsatzbereit.

Starker Start der Towers

Die ersten Punkte in der neuen Saison erzielte nach knapp dreißig Sekunden Janis Stielow für die Hamburger. Doch es war vor allem einer, der im ersten Viertel so richtig aufdrehte: Bazou Kone. Der 22-Jährige verwandelte einen Wurf nach dem anderen und baute die Towers-Führung nach nur wenigen Minuten unter anderem mit einem Drei-Punkte-Wurf auf 10:4 aus. Mit seiner Entschlossenheit und Abschlussstärke steckte er seine Mannschaftskollegen förmlich an. So bauten die Towers ihre Führung bis zum Ende des ersten Viertels bis auf 23:10 aus.

Janis Stielow erzielte die ersten Punkte der Saison 2015/16

Janis Stielow erzielte die ersten Punkte der Saison 2015/16

Eine starke Defensive machte den Unterschied

Auch im zweiten Viertel kamen die Gäste aus Essen nicht so recht zum Abschluss. Und das lag vor allem an der gut geordneten Abwehrleistung der Hamburger. Essen tat sich schwer und kam nur selten zum Abschluss. Auch die Freiwürfe wollten nicht so recht in den Korb rein.

Im Gegensatz zu den Essenern war den Hamburg Towers der Siegeswille förmlich ins Gesicht geschrieben. Jeder Treffer, jeder Punkt wurde mit einem lauten Schrei gefeiert. Zur Halbzeit bauten die Towers ihre Führung weiter bis auf 17 Punkte auf 36:19 aus.

Die Türme kamen ins Wanken

In der zweiten Halbzeit bot sich den rund 2.500 Zuschauern in der InselPark Arena plötzlich ein anderes Bild. Zwar stand die Defense der Towers wie schon in der ersten Halbzeit mehr als sicher. Doch nun ließen die Towers Vorne viele Treffer liegen. Vor allem die Drei-Punkte-Würfe – das alte Problem aus der vergangenen Saison – wollten nicht so recht sitzen. Ob Stefan Schmidt, Steffen Kiese, Robert Fergusen oder Bazou Kone – der Ball wollte von der Drei-Punkte-Linie einfach nicht seinen Weg in den Korb finden.

Towers-Coach Hamed Attarbashi im Gespräch mit Neuzugang Jonathon Williams

Towers-Coach Hamed Attarbashi im Gespräch mit Neuzugang Jonathon Williams

So kamen die Gäste aus Essen immer näher an die Towers ran. Knapp eine Minute vor Ende des dritten Viertels stand es nur noch 50:45 für die Towers! Die 17 Punkte-Führung; sie war weg. Die Towers begannen zu wanken. Von dem Siegerwillen, des ersten Viertels war nur noch wenig übrig geblieben. Das dritte Viertel endete für die Hamburger mit einer knappen 52:46-Führung. Es sollte eine nervenaufreibende Schlussphase folgen…

Das Nervenspiel begann

Auch im letzten Viertel wollten sich die Gäste aus Essen nicht so recht abschütteln lassen und hielten den Abstand konstant bei fünf Punkten. Vielleicht auch, weil die Hamburger fast schon zwanghaft von der Drei-Punkte-Linie treffen wollten – vergeblich. Die Partie wurde immer mehr zu einem Nervenspiel. Knapp fünf Minuten vor Schluss kamen die Essener sogar bis auf vier Punkte an die Towers ran. Die Partie schien den Hamburgern zu entgleiten.

Wie aus dem Nichts fanden die Hamburger dann aber plötzlich wieder in die Spur. Vor allem durch Bazou Kone. Mit einem Doppelpack ließ er die Halle wieder erleichternd aufjubeln (62:56). In den darauffolgenden Minuten drehte der 22-Jährige wieder auf und erzielte einen Treffer nach dem anderen. Kone: „Ich bin erfahren genug und habe da einfach die Verantwortung übernommen. Man hat gesehen, was passiert, wenn wir mal fünf Minuten nicht aufpassen. Daran müssen wir arbeiten.“

Eineinhalb Minuten vor Schluss führten die Towers wieder mit zehn Punkten 67:57. In den letzten Sekunden ließen sich die Hamburger den Sieg nicht mehr nehmen und fuhren mit dem 72:61-Endstand gegen Essen ihren ersten Sieg in der Saison 2015/16 ein.

Towers-Coach Hamed Attarbashi war nach der Partie sichtlich erleichtert: „Der Sieg ist einfach nur Super! Klar, wir stehen noch nicht da, wo wir stehen könnten. Das hat vor allem die zweite Halbzeit gezeigt. Aber wir hatten einfach auch keine gute Vorbereitung.“

Matchwinner Bazou Kone: „Der Sieg lässt uns entspannter in die neue Saison starten. Wir sind tiefer und breiter aufgestellt als in der letzten Saison. Von daher haben wir eine rosige Zukunft. Die Playoffs sind auf jeden Fall wieder drin.“

Dies können die Towers bereits am kommenden Freitag in Jena unter Beweis stellen. Das nächsten Heimspiel steht dann wieder am 04. Oktober um 17:30 Uhr an. Dann treffen die Towers auf die MLP Academics aus Heidelberg.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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