Wochenende des politischen Ausdrucks, des Motorsports und der Großveranstaltung

Wochenrückblicke

Letzten Sonntag startete unserer Wochenrückblick mit dem Start des Herbstes. Dies mag sich innerhalb dieser Woche wirklich bemerkbar gemacht haben – doch Hamburg bot uns noch einmal richtig viel Programm, welches uns nach draußen zog.

Doch bevor wir uns anschauen, welche (Groß-)Veranstaltungen es gab, schauen wir auf die Neuigkeiten der Woche. So gab es am Montag eine unangekündigte Abrissaktion in unmittelbarer Nachbarschaft des Kollektiven Zentrums. Unter Polizeischutz wird so Platz für Wohncontainer für das Winternotprogramm für Wohnungslose geschaffen. Unmut gab es jedoch in der letzten Woche nicht nur beim Kollektiven Zentrum, auch in der ersten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause kam es zu solchem. Als Beitrag zum Thema Flüchtlinge und die bessere Vernetzung haupt- und ehrenamtlicher Hilfe kam von der AfD die Kritik, Gelder hierfür einzusetzen würde nur noch mehr wirtschaftlich motivierte Geflüchteten anlocken – als Reaktion verließ die Linke den Raum.

Nächsten Samstag, am 12. September ist übrigens eine Demo unter dem Motto „Tag der deutschen Patrioten“ geplant. Hier riefen bereits zahlreiche linke Gruppierungen, aber ebenfalls zahlreiche Flüchtlingsinitiativen und weitere zu einer Gegendemonstration auf. Am Donnerstag untersagte die Polizei die Veranstaltung aufgrund erwarteter Straftaten. Doch noch bleibt abzuwarten, ob das Verwaltungsgericht dieser polizeilichen Entscheidung zustimmt.

Kommen wir von dem Thema Flüchtlinge zu Olympia, ein Dauerbrenner dieses Jahres. Einerseits von den Leuten hinter dem Miniaturwunderland und Unterstützern als „Jahrhundertchance“ bezeichnet, andererseits werden Stadtteilfeste im Namen von Anti-Olympia veranstaltet, wie etwa das politische Schanzenfest, welches am heutigen Sonntag stattfand. Eine weiteres Straßenfest, welches dieses Wochenende in Altona gefeiert wurde, war das kunterbunte .STAMP – The Street Arts Melting Pot.

Es scheint, wir sind schon längst im Thema der Hamburger (Groß-)Veranstaltungen der zurückliegenden Woche. Was war also sonst noch los? Im beziehungsweise um den Stadtpark herum fand das 14. Stadtpark-Revival statt, bei dem Oldtimerfans mit ihren Schmuckstücken an Rennen teilnehmen konnten. Diese alten Rennwagen waren übrigens nicht die einzigen, die laute Motorengeräusche den Stadtparkbesuchern nicht vorenthielten. Derzeit wird aufgrund von Bauarbeiten nur eine der Landebahnen des Hamburger Flughafens genutzt, was nun die eine, meist überflogene Seite Hamburgs aufatmen lässt, andere jedoch wundern lässt über die plötzliche Vielzahl der Flugzeuge.

Direkt am Jungfernstieg fand erneut das Alstervergnügen rund um die Binnenalster statt und zeigte wieder gleich an drei Abenden seine schönen Feuerwerke. Ebenfalls um die Alster, jedoch um die Außenalster, ging es beim Alsterlauf. Diese Jahr gewann bei den Männern der Kenianer Geoffrey Koech mit 28:28 Minuten für die zehn Kilometer lange Strecke. Bei den Frauen siegte seine Landsfrau Margaret Muringi mit 33:28 Minuten. Großen Applaus gab es bei der Siegerehrung auch für eine Gruppe in Hamburg untergekommener Flüchtlinge, die am Lauf teilgenommen haben.

Abends bietet es sich derzeit noch bis zum 13. September an, sich den blau beleuchteten Hafen im Rahmen des Blue Port Hamburg anzuschauen, welcher am Freitag startete. Nicht vergessen zu erwähnen sollten wir in diesem Wochenrückblick auch den Deutschen Radiopreis, der mal wieder viele Prominente in die Hansestadt lockte. Aus dem Stadtzentrum weglockte dieses Wochenende das Mittelalter- oder Ritterfest Speactakulum in Öjendorf. Doch wer wollte bei einem so zahlreichen Angebot schon weg aus Hamburg?

An alle, die auch in der nächsten Woche hier bleiben, an alle die hier ankommen und natürlich auch an alle anderen: Habt einen schönen Restsonntag und eine gute neue Woche!

Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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