Hamburg-Towers-Neuzugänge zeigen beim 105:63-Sieg schon einmal was in ihnen steckt

Bilder: Andreas Grieß
Hamburg Towers, Sport

Endlich wird in Hamburg wieder Basketball gespielt, auch wenn es bis zum Zweitliga-Saisonbeginn am 25. September noch mehr als einen Monat hin ist. Am Sonntagnachmittag stand für die Hamburg Towers das erste öffentliche Testspiel an. Gegen den Regionalligisten VfL Stade erspielten die Hamburger einen entspannten und mühelosen 105:63-Sieg.

Helge Baues lief erstmals im Towers-Trikot auf

Helge Baues lief erstmals im Towers-Trikot auf

Erste wichtige Erkenntnis: Die ersten drei Neuzugänge scheinen sich im Towers-Dress schon sehr wohl zu fühlen. Helge Baues, Stefan Schmidt und Jon Williams spielten erstmals im Kader der Türme. Und vor allem Letzterer feierte ein gelungenes und teils furioses Debüt.

„Leidenschaft und Spaß waren da“

Towers Coach Hamed Attarbashi war mit dem Testspiel zufrieden: „Wir haben 105 Punkte gemacht. Das haben wir in der letzten Saison in keinem der ganzen Testspielt geschafft.“ Vor allem den Neuzugängen sprach er Lob aus: „Die Leidenschaft und der Spaß waren da. Das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung das Wichtigste.“ Insgesamt fanden die Towers zu Beginn eher schwer ins Spiel. Kein Wunder – die Mannschaft ist erst seit knapp zwei Wochen im Training. Dass da dann nicht jeder Pass und Wurf zu hundert Prozent sitzt, ist klar.

Jon Williams hat das Potential zum neuen Fan-Liebling

Jon Williams hat das Potential zum neuen Fan-Liebling

Insgesamt zeigten alle drei eingesetzten Neuzugänge, dass sie für die Towers eine Verstärkung sein werden. Vor allem Jon Williams wurde von den Zuschauern bereits gefeiert – und könnte in der Saison zum absoluten Fan-Liebling werden. Mit viel Einsatz, Hartnäckigkeit und einigen Slam Dunks zeigt er schon einmal, was in ihm steckt und dass er mehr als nur ein Ersatz für den in der Saisonpause weggegangenen Terry Thomas werden kann.

„Wir Spieler müssen uns erst kennenlernen“

In den wenigen Wochen und Tagen haben sich aber auch die beiden anderen Neuzugänge mehr als gut integriert. Center Stefan Schmidt sagte nach dem Spiel: „Das wird einem hier in Hamburg wirklich ziemlich leicht gemacht. Man wird hier als neuer Spieler gut integriert. Hier versucht jeder dem anderen zu helfen.“ Nach den guten Trainingseinheiten der letzten Tage habe die Mannschaft natürlich noch „Luft nach oben“. Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saisonvorbereitung steht schließlich noch nicht der Feinschliff auf dem Programm. „Momentan trainieren wir die Automatismen. Die Taktik muss erst einmal noch warten. Wir Spieler müssen uns erst neu kennenlernen und die Spielzüge abstimmen,“ erklärt der Neuzugang nach dem Testspiel.

Neuzugang Stefan Schmidt: "Man wird hier als neuer Spieler gut integriert."

Neuzugang Stefan Schmidt: „Man wird hier als neuer Spieler gut integriert.“

Towers-Neuzugang Anthony Canty, der vor wenigen Tagen von TBB Trier nach Hamburg gewechselt ist, stand am Sonntag dagegen noch nicht im Kader, war aber in der Halle. Auf ihn und die anderen Neuzugänge dürfen sich die Towers-Fans dann auf jeden Fall beim ersten Saisonspiel am 25. September gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen freuen. Bis dahin soll auch noch ein Amerikaner zum Team stoßen.

Superstar Dirk Nowitzki kommt in die InselPark-Arena

Am kommenden Wochenende steht für die Hamburger Basketball-Fans aber erst einmal ein richtiger Basketball-Kracher in der InselPark-Arena an. Vom 21. bis 23. August wird dort der ERGO Supercup 2015 ausgetragen. Die Nationalmannschaften aus Deutschland, Polen, Lettland und der Türkei treten an. Im ersten Spiel trifft Deutschland mit Superstar Dirk Nowitzki am Freitag um 17 Uhr auf Lettland. Insgesamt ist es eines der letzten Testspiele der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft (5. bis 20. September). Die Spiele der sogenannten „EuroBasket“ werden in Deutschland, Frankreich, Kroatien und Lettland ausgetragen.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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