Ein Hoch auf den Sommer

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Wahrlich, ein Hoch auf diesen Sommer. Genau genommen, ein Hoch namens Bigi auf diesen Sommer. Gestern hatten wir den (bislang) heißesten Tag des Jahres, wir Hamburger schwitzten und wer konnte, versuchte sich im Wasser abzukühlen. Dank einer zusätzlichen Schaltsekunde in der Nacht zum Mittwoch erhielten wir sogar mehr Zeit, um diesen Sommer zu genießen. Ein perfektes Timing gerade an diesem Wochenende gab es in Wilhelmsburg: Es kam zum ersten Mal der Cityslide nach Hamburg, welcher aus zwei 500 Meter langen Wasserrutschen am Energieberg besteht.

Nasse und andere Neuigkeiten

Die Neuigkeiten der Woche konnten kurzfristig am Montagabend in einigen Stadtteilen für etwa eine Dreiviertelstunde nicht online gelesen werden – es gab einen Stromausfall. Durchschnittlich fällt pro Haushalt in Hamburg der Strom pro Jahr nur 15 Minuten aus – woraufhin Vattenfall sich wahrscheinlich auch dazu verleiten ließ, jedem Stromkunden bei mindestens 3 Stunden gemeldetem Stromausfall 20 Euro auszuzahlen. Nachdem aber auch dieser Stromausfall am Montag schnell behoben wurde, konnten sich die Bewohner Rotherbaums, der Sternschanze und St. Paulis in den darauf folgenden Tagen über den Umweltgipfel der Handwerkskammer, einem bundesweiten Arbeitslosigkeitstief und einem Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofs zur geplanten Weservertiefung informieren.

Jedoch ging es bei letzterem nicht nur um die Weser, sondern auch um die Elbe. Eine Vertiefung sei so mit der Stärkung der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht möglich, da sich die Wasserqualität verschlechtere, so zumindest Umweltschützer. Lediglich im Falle eines „übergeordneten öffentlichen Interesses“ bei gleichzeitigen Ausgleichsmaßnahmen sei eine solche Vertiefung möglich – was derzeit für die Weser, jedoch nicht für die Elbe diskutiert wird. Ein endgültiges Urteil ist hier noch nicht gefallen, es bleibt also abzuwarten.

Wasserloses

Das Wasser der Elbe verhalf sicherlich vielen bei einer Abkühlung, doch nicht alle strebte es ans Wasser. Trotz oder gerade wegen des tollen Sommerwetters machten einige kulturelle Angebote in der vergangenen Woche besonders Spaß. Hier gab es das Musikfest am Jungfernstieg, welches mit drei OpenAir-Konzerten und einem in die Kirche St. Marien verlegten Konzert aufbot. Die Altonale17 feierte ihr Straßenfest, bei der ebenfalls OpenAir und kostenlos Musik gelauscht werden konnte. Ebenfalls rockig ging es auf dem Daughterville Festival in Wilhelmsburg zu, welches traditional von 30 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren in Workshops monatelang im Voraus organisiert wurde. Wen es in der vergangenen Woche eher nach Bildhaftem zerrte, der konnte sich in der Millerntor Gallery mit dem Thema „’Unfamiliar` – das Potenzial der Perspektiven“ beschäftigen oder aber im Herzen Barmbeks die neuen, actionreichen Kurzvideos des European Outdoor Filmfestivals im Openairkino sehen – mit der Besonderheit des Silent Cine.

Sportliche News, weniger aktiv für die meisten Hamburger, dennoch voranbringend, verlauteten am Dienstag. Anfang der letztens Woche wurde die Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg 2024 offiziell gegründet und so die organisatorische Basis für den weiteren Bewerbungsprozess geschaffen. Wir haben uns den Gesellschaftervertrag einmal im Detail angeschaut und bewertet, was dies nun für den weiteren Bewerbungsprozess bedeutet und wer an den voraussichtlichen Kosten beteiligt wird. Nicht nur diesen Verlauf zu beobachten wird es ab Sommer heißen, sondern auch die Entwicklung des neuen HSV-Spielers: Der HSV hat Emir Spahic verpflichtet, der in der letzten Bundesligasaison bei Bayer Leverkusen spielte. Dort war er suspendiert worden, nachdem er in einer Tätlichkeit mit Ordnern beteiligt war. Zunächst hat er beim HSV einen Einjahresvertrag unterschrieben, welcher morgen mit dem Trainingslager in Graubünden beginnt.

Sehr viel aktiver ging es in dieser Woche in sportlicher Hinsicht beim Women´s Run (wir waren selbst vor Ort und werden morgen darüber berichten) im Stadtpark, beim B2run im Volksparkstadion – diesmal ein Firmenlauf mit Zeitmessung im Gegensatz zum HSH Nordbank Run – wie auch beim größten Schülertriathlon Deutschlands, den Hamburg City Kids, ebenfalls im Stadtpark, zu.

Die Temperaturen sollen sinken, genießen wir also den Hoch-Sommer, solange wir ihn haben!

Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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