Weitsprung Rathausmarkt Hamburg

„Tag ohne Grenzen“ – Weitsprung, Rollstuhlbasketball und mehr auf dem Rathausmarkt

Bilder / Video: Andreas Grieß
Sport

Am Freitag und Samstag lud die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) auf dem Rathausmarkt zum „Tag ohne Grenzen“. Die Veranstaltung soll den Inklusionsgedanken voranbringen. Besonders der Sport dient dabei dazu, „Grenzen“ zu überwinden. So konnten sich die Besucher in verschiedenen Sportarten selbst ausprobieren und paralympisches Sportgerät bestauben. Wenn man etwa vor einem Ski-Rollstuhl steht, mit dem sich Athleten in Abfahrt-Rennen begeben, bekommt man schon enormen Respekt. In vielen Demonstrationen konnten Besucher zudem selbst Erfahrungen in Parcours oder Mitmach-Wettbewerben sammeln. Zudem wurden Gebärdenworkshops angeboten.

Auch Live-Leistungssport stand auf dem Programm. Am Samstag traten rund ein Dutzend Athleten in einem gemischten Weitsprung-Wettbewerb an. Gemischt war dieser in jeder Hinsicht: Es sprangen Sportler mit und ohne Handicap, der Hauptklasse, wie der Jugend, Männer und Frauen, aus Hamburg wie auch dem Rest der Republik. Das Feld war aber keineswegs beliebig, sondern vielmehr handverlesen: Während im Jugendbereich aktive Meldungen möglich waren, bestand das Aktiven-Feld aus geladenen Springern, darunter mit Heinrich Popow ein Paralympics-Sieger aus London. Dort gewann er die 100 Meter. Den weitesten Satz machte auf der eigenes errichteten temporären Anlage am Samstag ein Lokalmatador: HSV-Leichtathlet Mario Kral konnte mit Sätzen über sieben Meter die Zuschauer begeistern. Selbst war er nach Verletzungsproblemen in den zurückliegenden Wochen jedoch nicht ganz zufrieden.

Video

Am Freitag bereits gab es, ebenfalls auf dem Rathausmarkt, bereits zwei Länderspiele. Mittags traten Deutschland und Israel im Rollstuhl-Basketball gegeneinander an. Am frühen Abend gab es eine Begegnung im Rollstuhl-Rugby zwischen Deutschland und Dänemark. Insgesamt zeigten laut Veranstalter an beiden Tagen zusammen mehr als 150 Sportlerinnen und Sportler ihr Können.

Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, zufolge zeige der „Tag ohne Grenzen“ gemeinsam mit dem deutschlandweiten Staffellauf der Inklusionsfackel, die passend zur Veranstaltung Hamburg erreichte, dass Menschen gemeinsam besser ans Ziel kämen: „Wichtig ist, dass jeder seine Stärken und Fähigkeiten einsetzen kann und auf diese Weise zum Gelingen der Aktion beiträgt.“

Wenig überraschend wurde auch ein Bezug auf die Hamburger Olympia-Bewerbung gefunden, schließlich bewirbt sich Hamburg ja auch um die Paralympischen Spiele. Sportsenator Michael Neumann sagte: „Wir freuen uns, den „Tag ohne Grenzen“ in Hamburg begrüßen zu dürfen. Für uns ist die Veranstaltung ein wichtiger Impuls für unsere Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024.“ Das Wetter an den beiden Veranstaltungstagen spielte jedenfalls mit und die Besucher schienen sowohl gut informiert als auch gut unterhalten zu sein. Viele hatten offenbar gar keinen gezielten Besuch geplant, ließen sich dann aber vom Treiben anlocken.

Hier noch ein paar Bilder vom Weitsprung:

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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