Hamburg Marathon 2015

Hamburg Marathon feiert Jubiläum

Bild: Andreas Grieß
Sport

Es ist wieder soweit: Der Hamburg Marathon 2015 steht kurz vor der Tür. Und in diesem Jahr feiert er sogar ein rundes Jubiläum. Am Sonntag findet der traditionelle Lauf schon zum 30. Mal in der Hansestadt statt.

30 Jahre Marathon in Hamburg. Bei der ersten Ausgabe 1986 waren es ca. 8.000 Läuferinnen und Läufern, die die 42,195 Kilometer lange Strecke in Angriff nahmen. Kleine Anmerkung am Rande: Damals war der HSV übrigens Vizemeister hinter Stuttgart. 30 Jahre später sieht es bei beiden Vereinen nicht so rosig aus. Aber zurück zum Marathon: Denn er zählt zum Frühjahrs-Highlight unter den deutschen Marathons!

Auch in diesem Jahr ist die Elite des Langlaufs am Start

Kein Wunder also, dass auch in diesem Jahr viele Spitzensportler und Prominente aus aller Welt an den Start gehen. Darunter ist Sabrina Mockenhaupt (34), die unter anderem schon den 10.000-Meter-Lauf bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London als 17. abgeschlossen hat. Sie gehört seit Jahren zur deutschen Langlaufspitze. Beim Hamburg Marathon muss sie am Sonntag nun die mehr als vierfache Distanz von London auf sich nehmen. Mockenhaupt freut sich schon sehr auf ihren ersten Start in Hamburg: „Hamburg stand schon immer auf meiner ‚To-do-Liste‘. Genauso, wie man einmal in New York gelaufen sein muss, sollte man das auch in Hamburg gemacht haben.“

Mit ihren 1,56 Meter ist die 34-Jährige zwar nicht die größte im Feld. Trotzdem gehört sie mit ihren zahlreichen Erfolgen (40 Deutsche- Meister-Titel, Europameisterin 2013 über 10.000 Meter) zur absoluten Elite im Hamburger Starterfeld. Mit Mona Stockhecke sagte eine weitere deutsche Spitzenläuferin ihren Start beim Hamburg Marathon 2015 kurzfristig ab. Sie wird jedoch in der Staffel antreten.

Sieger von 2012 wieder in Hamburg

Neben den bekannten Namen und Gesichtern geht auch eine junge Hamburgerin an den Start: Andrea Diethers. Die 30-Jährige lief vergangenes Jahr beim Garda Trentino Half-Marathon auf Platz eins und belegte vor wenigen Tagen Platz fünf bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon. Nun feiert sie am Sonntag ihr Marathon-Debüt. Ihr Ziel: „Ich wünsche mir eine Zeit unter der magischen 3 Stunden Grenze, das wäre toll!“, sagte sie vor wenigen Tagen im Interview mit Elbmelancholie.

Auch bei den Männern konnte Hamburg-Marathon-Chef Frank Thaleiser einige Sahnestücke an die Elbe locken. An Platz eins gesetzt ist der Hamburg-2012-Sieger Shami Abdulahi (Äthiopien). Ihm folgen mit seinem Landsmann Feyisa Bekele, dem zweifachen New York-Marathon-Sieger Marilson dos Santos (Brasilien) sowie dem Kenianer Micah Kogo alleine drei Läufer mit Marathon-Bestzeiten unter 2:07 Stunden. Die Farben Schwarz-Rot-Gold vertreten bei den Männern die Top-Athleten Julian Flügel und Steffen Uliczka.

Marathon im Zeichen der Olympiabewerbung

Natürlich darf bei solch einem Event auch die Prominenz aus Politik und Sport nicht fehlen. Ganz im Zeichen der Olympiabewerbung hat sich das Team Elb-Staffel zusammen gestellt: Zu den Mitgliedern gehören unter anderem Judo-Olympiasieger und DOSB-Vizepräsident Ole Bischof, der frühere Ironman-Hawaii-Sieger Normann Stadler, der frühere HSV-Coach Michael Oenning und FDP-Chefin Katja Suding. Sie alle wollen mit ihrer Teilnahme zeigen, dass Hamburg das Zeug zum Olympia-Austragungsort hat.

Ein Markenzeichen des Marathons ist wie jedes Jahr vor allem die unglaublich schöne Strecke vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Seit 2013 startet der Marathon im Bereich der Messe Hamburg. Um 9 Uhr fällt dort der Startschuß für die rund 19.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vom Messegelände führt eine große Runde quer durch die Hansestadt. Reeperbahn, St. Pauli Landungsbrücken, Elbchaussee – so heißen die ersten Stationen der Marathonis. Dann können die Läufer einen Blick auf die moderne Hafen City mit der Elbphilharmonie erhaschen. Über den Ballindamm, den Jungfernstieg geht es an der Binnenalster und Außenalster vorbei. Entlang des Stadtparks gelangen die Teilnehmer dann über den Maienweg und die Alsterkrugchaussee langsam aber sicher in die Nähe des „Hexenkessels“ Eppendorfer Baum: hier erwartet die Läufer traditionell ein frenetischer Empfang, der schon so manchen Marathoni beflügelte und zu neuen Kräften führte.

Es ist vor allem auch gerade diese grandiose Stimmung auf und neben der Strecke, die ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Hamburg Marathons ist. Und in diesem Jahr steht gerade diese Stimmung im Mittelpunkt des Geschehens: Denn so können die Hamburgerinnen und Hamburger schon mal ihre Olympiatauglichkeit testen und unter Beweis stellen, wie sehr sie für den Sport brennen.

Wird in diesem Jahr ein neuer Streckenrekord aufgestellt?

Im letzten Jahr quälten sich 18.897 Läufer durch die Stadt. Von ihnen erreichten immerhin 12.869 das Ziel.In diesem Jahr erhöhten die Veranstalter das Teilnehmerlimit von 18.000 auf 20.000. Für den Hamburg Marathon 2015 haben sich insgesamt 19.098 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet. Dazu kommen noch 6.400 Staffelteilnehmer – darunter auch ein Elbmelancholie-Team. Mit 1.500 Staffeln mit je vier Läufern war der Staffel-Marathon bereits Wochen vor dem Startschuss ausverkauft. Außerdem gehen 6.500 Kinder (die 4,6 km laufen werden), 86 Handbiker und 3 Rollstuhlfahrer an den Start.

Die Sieger des vergangenen Jahres kamen beide aus Afrika. Bei den Frauen gewann Georgina Rono (2:26:47) aus Kenia, bei den Männern siegte Shumi Dechasa (2:06:43) aus Äthopien. Einen neuen Streckenrekord konnten Sie allerdings nicht aufstellen. Vielleicht wird es ja beim Hamburg Marathon 2015 eine neue Bestzeit geben. Wir werden sehen…

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

1 Kommentar

  1. Annika Heusinger

    Guten Morgen,
    Ich muss kurz klugscheissen und auf einen Fehler hinweisen. Mocki heisst nicht Sabine sondern Sabrina! Wenn schon, denn schon 🙂
    Alles Liebe und Dank für einen sonst lesenswerten Artikel,
    Annika Heusinger

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