Die schönsten Joggingstrecken in Hamburg

Bild: Andreas Grieß
Sport

Laufen in Hamburg gehört für viele zum Lebensgefühl. Und tatsächlich: Als Stadt bietet Hamburg Joggingstrecken wie kaum eine andere deutsche Metropole. Nicht mehr lange, dann findet wieder der Hamburg Marathon statt. Um jetzt noch für den in Form zu kommen, ist es jedoch etwas spät. Doch der langsam beginnende Frühling ist für viele dennoch ein willkommener Zeitpunkt, mit dem Joggen zu beginnen. Aber wo? Von ruhig und abgeschieden bis hin zum Ort zum Gesehen werden, von eben und regelmäßig, bis hin zu hügelig und anspruchsvoll gibt es alles in Hamburg. Als jemand, der fast täglich trainiert und mehrere Wettkämpfe im Jahr bestreitet, kenne ich viele Hamburger Joggingrouten nur zu gut. Nachfolgend daher eine kleine Übersicht von Laufstrecken in Hamburg und Umgebung. Und natürlich: Es gibt noch viele mehr. Wer glaubt, dass ich wichtige Orte vergessen habe, möge diese in den Kommentaren ergänzen.

Alster

Beginnen wir mit dem Klassiker. Selbst in anderen Städten werden Hamburger Läufer stets auf die Alster als Laufstrecke angesprochen. Angeblich ist sie sogar Deutschlands beliebteste und mitunter meistfrequentierte Joggingstrecke. Gerade letzteres ist auch die Kehrseite der etwa 7,5 Kilometer langen Runde. Während man hier im Winter auf weitestgehend unasphaltierten, aber dennoch beleuchteten Weg bei toller Aussicht über Außen- und Binnenalster seine Runden recht ungestört laufen kann, muss man, sobald die ersten Sonnenstrahlen da sind, vor allem am Wochenende die Wege mit Radfahrern, Hunde-Besitzern und vielen Spaziergängern, darunter auch zahlreichen Touristen, teilen. Da ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, auch wenn die bisweilen aufs Äußerste strapaziert wird. Wirklich schnelle Läufe sind zur “Rushhour” demnach eher unangebracht, auch wenn das angeschlossene Alsterrunnig-System, das mittels Chip Rundenzeiten misst und in einer Community vergleicht, dazu einlädt.

Stadtpark

Für den Stadtpark in Winterhude gilt vieles, dass auch für die Alster gilt. Viele Wege sind nicht asphaltiert und viele sind beleuchtet (auch wenn zuletzt die Zahl der ausgefallenen Lampen zumindest gefühlt zugenommen hat). Im Winter teilt man die Fläche überwiegend mit anderen Läufern, im Sommer ist es richtig voll. Im Stadtpark konzentriert sich das Besucher-Publikum aber im Sommer auf die großen Wiesen, aufgrund der vielen Wege können Jogger so dennoch viele Laufstrecken finden, auf denen sie nicht ständig anderen Menschen ausweichen müssen. Die Zahl der Läufer ist zudem etwas geringer, was auf die Lage zurückzuführen ist. Dafür trainieren hier regelmäßig auch die Vereinssportler vom HSV und anderen Laufgruppen, mit der Jahnkampfbahn befindet sich zudem ein Landesleistungszentrum im Stadtpark. Bedeutet: Regelmäßig umgucken, hier sind auch sehr schnelle Leute unterwegs!

Elbe

Ebenfalls ein Klassiker. Was der Stadtpark für die nördlichen Hamburger, ist der Weg entlang der Elbe für die Bewohner des östlichen Hamburgs. Los geht es nahe des Dockland und dann immer die Elbe links von sich halten. Die Strecke ist nun wirklich nicht kompliziert. Raus laufen kann man, wenn es lang werden soll, bis nach Wedel. Die Wendestrecke bietet aber jeden die Möglichkeit, die Laufroute individuell anzupassen und zu steigern. Neben der schönen Landschaft gibt es regelmäßig Schiffe auf der Elbe, die einen begleiten, überholen oder entgegen kommen. Einziger Nachteil: Je nach Windverhältnissen läuft man die Hälfte der Strecke mit Rücken- und die andere Hälfte konstant mit Gegenwind.

Bramfelder See

Wem der Stadtpark noch zu südlich ist, für den bietet sich womöglich der Bramfelder See an, der verwirrenderweise in Steilshoop liegt. Entlang des Gewässers gibt es eine ebenerdige, mittellange Laufstrecke. Auch hier gibt es neben Sportlern im Sommer Fußgänger und Leute, die einfach nur ins Freie wollen. Das Gebiet ist aber bei weitem nicht so überlaufen, wie die zuvor genannten Strecken. Im Winter findet hier zudem eine Winterlaufserie statt.

Harburger Berge

Im Süden der Stadtgrenze und leicht darüber hinaus nach Niedersachsen, gibt es die Harburger Berge. Hier sind lange Läufe möglich, die vor allem für erfahrene oder ambitionierte Sportler eine empfehlenswerte Alternative sind. Denn: Anders als auf den meisten anderen Laufstrecken in Hamburg geht es hier ordentlich auf und ab – bestens als Training geeignet!

Moorwerder Hauptdeich

Auch hier sind wir im Süden der Stadt, auch hier haben wir es etwas ruhiger – aber nicht so ruhig wie in den Harburger Bergen. Die Joggingstrecke ist dafür wieder flach. Entlang der Südelbe bietet sich entlang des Naturschutzgebiets eine weitere Laufgelegenheit. Die Gabelung von Nord- und Südelbe sollte ohnehin jeder Hamburger einmal gesehen haben. Entlang der Deiche beider Elben bieten sich weitere Strecken an, die es zu erkunden gilt.

Niendorfer Gehege / Airport

Wer statt Schiffen lieber Flugzeuge sehen will, sollte Richtung Hamburg Airport aufbrechen. Unweit des Flughafengeländes gibt es eine einige Kilometer lange Strecke, von der man aus das Rollfeld bisweilen betrachten kann. Startende und landende Flugzeuge in der Luft sind ohnehin nicht zu übersehen. Wer nicht ganz so nah am Kerosingeruch sein will und wem der Landeanflug und die Starts der Flieger reichen, kann das joggingtechnisch attraktivere Niendorfer Gehege aufsuchen

Volkspark

Klar: Sport in Hamburg und der Volkspark – das gehört zusammen. Dort befinden sich nicht nur die Spielstätten von HSV-Kickern, Handballern und den Freezers, sondern auch unzählige Wege für Läufer. Als solcher sollte man aber vor dem Joggen einen Blick auf den Spielplan eben erwähnter Profi-Teams werfen, will man ungestört von (enttäuschten) Fans trainieren. Der Volkspark ist, anders als die anderen Parks in der Stadt, zudem durchaus mit einigen Anstiegen ausgestattet, so dass das Training so etwas verstärkt wird – wenn auch nicht so sehr wie in den weiter oben erwähnten Harburger Bergen.

Öjendorfer Park

Der Osten Hamburgs soll verstärkt erschlossen werden. Und wer hier wohnt oder hinzieht, wird nicht für jeden Dauerlauf nach Barmbek oder gar Altona fahren wollen. Das muss er zum Glück aber auch nicht. Rund um dem Öjendorfer See gibt es eine etwa drei Kilometer lange Runde, die durch weitere planierte Sandwege im Öjendorfer Park erweitert werden kann. Dieser ist der drittgröße Park in Hamburg. Auch andere sportliche Aktivitäten sind hier möglich. Das Gelände ist weitestgehend flach.

Entlang der Bille

Wem der Öjendorfer Park nicht zusagt oder etwas weiter südlich wohnt, für den bietet sich eine weitere Option im süd-östlichen Bereich der Stadt. Hamburg ist nicht nur Elbe und Alster – mit der Bille gibt es einen weiteren prominenten Fluss. Hier in Hamburgs Osten lässt es sich ebenfalls wunderbar laufen. Und wie so oft in Hamburg: direkt am Wasser.

Weitere Laufrouten in Hamburg

Neben dem Stadtpark bietet freilich auch Planen und Blomen die Möglichkeit zum Laufen, die von vielen genutzt wird. Auch der Ohlsdorfer Friedhof dient einigen als Laufstrecke, ebenso wie die nördlichen Teile der Alster. In Bergedorf gibt es das dortige Geäst und einige mögen es auch, Industrie- oder Hafencharme statt Stadtgrün um sich herum zu haben. An Laufstrecken mangelt es Sportlern in Hamburg jedenfalls nicht.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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