Elliphant

Konzerte in Hamburg – Februar 2015

Foto: Elliphant, Pressefoto
Musik und Konzerte

Auch für den Winterendspurtsmonat Februar gibt es an dieser Stelle wieder ein paar Konzertempfehlungen aus heißen Newcomern, schon liebgewonnenen Dauerläufern und coolen Hypes. Dabei lässt der Februar aber hier und da genug Lücke, um sich zu Hause auch noch mal gepflegt der Winterdepression hinzugeben.

Bevor es zu den Tipps geht, wie gewohnt (fast) alle vorgeschlagenen Künstler zum Warmhören in der Playlist:

2. – 8. Februar

Unter ihrem Künstlernamen Lights veröffentlichte die hübsche Kanadierin Valerie Anne Poxleitner Bokan im September letzten Jahres ihr aktuelles Album „Little Machines“, das bereits das vierte der 27-Jährigen ist. Ihr knackiger Electro/Synth Pop bringt in der Prinzenbar Farbe in den ersten Februarmontag (2.2.). Jessie Ware (u.a. Gastsängerin von SBTRKT) geleitet euch mit schmeichlerischer Stimme und ihren feinen Popsongs am 3.2. im Mojo Club durch den Abend. Das aktuelle Album der Britin trägt den Titel „Tough Love“ und ist seit Oktober letzten Jahres erhältlich. Wem folkiger Herrengesang aus den Staaten eher zusagt, der kann den am selben Abend von Nathaniel Rateliff und seiner Band im Molotow genießen. Am 4.2. gibt es mal wieder einen Grund nach Kampnagel rauszufahren: Wenn Emily Jane White aus dem sonnigen Kalifornien mit ätherischer Stimme über Tod und Teufel sinniert, wird es vielleicht ein wenig unheimlich. Der Abend und die Nacht des 5.2. steht ganz im Zeichen junger Literar und Musik. Im Uebel & Gefährlich gibt es mit der HAM.LIT 15 Autorinnen und Autoren (Kirsten Fuchs, Nino Haratischwili, Kristof Magnusson u.a.) und 3 Bands (Rakede, Joco und Bürgermeister der Nacht) auf 3 Bühnen zu erleben und entdecken. Wer Musik ohne Literatur vorzieht, geht alternativ in die Prinzenbar und bekommt dort düstern Trip-Hop Sound mit einer Stimme voller Soul von der teddyohrenbemützten Niederländerin Kovacs. Ganz ohne Text kommt die elektronische Musik von Oliver Schories aus, zu der ihr am selben Abend im Mojo Club tanzen könnt, wenn der Bremer sein neues Album „Fields Without Fences“ vorstellt. Wer keinen Bock hat, am 6.2. mit Spaßrapper MC Fitti in der Großen Freiheit 36 Einhörner zu jagen, könnte stattdessen zum Beispiel in die Astrastube gehen, wo Matze Rossi und sein Support Mustermannmusik deutschsprachige Texte im Indie- bzw. Singer/Songwriter-Stil vortragen. In der Hasenschaukel spielt eine neue Soupergroup aus Mitgliedern von Herman Dune und The Burning Hell namens The Fox die Alternative. Die Formation ist so neu, dass sich zu ihr weder Infos noch Hörproben im Netz finden lassen. Also verlassen wir uns auf den Pressetext, der besagt, es ginge da um Liebe, Cocktails und Waldkreaturen. Nicht aus dem Wald, aber aus dem schönsten Elbtal entsendet am 7.2. mit Jacob Korn, Cuthead und Jacob Stoy das Dresdner Label Uncanny Valley einige seiner Acts ins Golem, um nun ja, kein Konzert aber doch elektronische Musik zu spielen, die euch in ihren Facetten zwischen House, Techno, Minimal und Hip Hop dazu bringen wird, die Nacht durchzutanzen. Handgemachteres und mundgesungenes bzw. -gerapptes im Indie Folk-Sound gibt es davor oder als Alternative in der Wilhelmsburger Honigfabrik von James P. Honey (ha!) und seiner Band Of Buriers aus Großbritannien. Im Molotow spielt Andy Burrows, ebenfalls aus Großbritannien, am selben Abend (immer noch der 7.2.) eingängige Popsongs von seinem aktuellen Album „Fall Together Again“. Dass auch ein Sonntag punk-, dance und pop-wild geht, beweisen am 8.2. die Schweden Bondage Fairies aus dem Labelroster von Audiolith im Hafenklang. Gemütlicher klingt der Sonntag in der Hasenschaukel mit dem 70er Jahre Pop des Australiers Joel Sarakula.

9. – 15. Februar

Sein Konzerthighlight verpulvert der Februar an einem Montag und das auch noch in der ungeliebten Sporthalle. Das ließ sich wohl leider nicht vermeiden – das Konzert von Alt-J, zunächst im Docks angesetzt, war zu schnell ausverkauft. Durch den Umzug in die größere Halle gibt es nun aber immer noch (!) Tickets für den 9.2. Zwischen Indie, Folk und nerdigem Gesang erschien im September 2014 mit „This Is All Yours“ das zweite Album des allerorts gefeierten britischen Trios und es war für viele Musikbegeisterte das Album des letzten Jahres. Als Alternative für diesen Abend rangieren Alvvays aus Toronto dagegen eher noch in der Sparte Newcomer und zeigen im Molotow, warum ihr eigenwilliger Indie Rock mit verträumter Frauenstimme in Nordamerika schon anständige Wellen schlägt. Der alternative Pop/Rock des Züricher Quartetts Kejnu biegt kurz vor zu eingängig immer wieder Richtung verschroben ab, am 10.2. spielen sie in der Astrastube. Im Uebel & Gefährlich gibt es wilde Pop-Grooves von der Sängerin und Rapperin Ellinor Olavsdotter aka Elliphant. Die Schwedin machte zuletzt durch ihre Kooperationen mit der dänischen Sängerin Mø oder den DJs bzw. Produzenten Showtek, David Guetta und Skrillex auf sich aufmerksam. The/Das, das Electro-Pop Projekt um die ehemaligen Bodi Bill-Musiker Fabian Fenk und Anton Feist, war erst im Oktober hier. In das kleine Mojo Jazz Café habt ihr aber nicht alle reingepasst. Im Molotow bekommen Band und Publikum am 11.2. ein bisschen mehr Platz. In der Molotow Bar spielen derweil BRNS aus Brüssel hübsch eingängigen Indie Rock. Ihr zweites Album „Patine“ erschien Ende letzten Jahres, die Vorgänger-EP „Wounded“ könnt ihr euch bei Bandcamp anhören. Am Freitag, den 13.2., spielt Grant Nicholas, auch bekannt als Sänger und Gitarrist der Britpop Band Feeder, aus seinem im Sommer letzten Jahres erschienen Solo-Debütalbum „Yorktown Heights“. Am 14.2. müsst ihr euch entscheiden: Im Molotow steht mit Diagrams, einem wechselnden Musikerkollektiv um den Briten Sam Genders, psychedelischer Folk Pop auf dem Programm. Im Uebel & Gefährlich haucht der Australier Ry Cuming, besser bekannt als Ry X, seine zurückhaltend verträumten Songs von der Bühne. Seinen Hit „Berlin“ (-> Playlist) kennt ihr alle aus einem Fernsehwerbespot, wetten?! Elektronisch und düster, zwischen Trip-Hop und Indietronic schunkeln euch Monophona aus Luxemburg am 15.2. im Nochtspeicher aus der Woche. Ein wenig lichter wird der Sonntag vielleicht mit dem behaglichen Indiesoul des Duos Malky in der Prinzenbar.

16. – 22. Februar

Henning, Erika, Sebastian and Per kommen aus Schweden und sind Bring The Mourning On. Am 16.2. spielen sie ihre schweren, düsteren Stücke mit Mann/Frau-Duettgesang in der Astrastube. Noch düsterer wird es tags drauf, am 17.2., wenn die aus Äthiopien stammende Sängerin Mirel Wagner mit dunkler Stimme tiefsinnige Texte über Nekromantik, Liebe, Tod und Teufel zelebriert. Acollective sind aus Israel und spielen eingängigen Indiepop, am 18.2. im Hafenklang. Zum Einhören findet ihr das aktuelle Album „Pangaea“ bei Bandcamp. Nessi sollte eigentlich schon im November in Hamburg auftreten, das Konzert wurde jedoch verschoben. In der Zwischenzeit spielte die in Berlin wohnhafte Hamburgerin ihren Electropop bei Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Da ihr das alle gesehen und gut gefunden habt, strömt ihr am 18.2. zahlreich in den Kleinen Donner, nicht?! Die kurze dritte Februarwoche hält am 21.2. noch ein Highlight bereit: Das fabelhafte französisch-finnische Duo The Dø um die bezaubernde Sängerin Olivia Merilahti kommt mit seinem aktuellen Album „Shake Shook Shaken“ noch einmal nach Hamburg zurück. Nachdem sie zum Reeperbahn Festival schon in der Großen Freiheit 36 begeistert haben, kann es im Mojo Club nur noch viel besser werden.

23. – 28. Februar

Ian Fisher aus Missouri und Fabian Keller aus Berlin sind Junior. Zusammen machen sie lässigen Elektropop, den sie euch am 23.2. im Turmzimmer des Uebel & Gefährlich vorstellen. Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens schmeißen die Mädels von Die Heiterkeit am 25.2. eine Geburtstagsparty im Uebel & Gefährlich und verkünden, dass sie sogar selbst ein paar Songs spielen werden und u.a. folgende Gäste erwarten: Chris Imler, Jens Friebe, Andreas Spechtl, Nadine & The Prussians. Alternativ feiern All We Are, ein britisches Trio mit internationalen Wurzeln, in der Prinzenbar mit Psychedelic Boogie die Veröffentlichung seines selbstbetitelten Debütalbums, das seit dem 30. Januar erhältlich ist. Im Knust darf zum ausschweifenden Indie Rock der Norweger Team Me getanzt, gehüpft, gestampft und geschwitzt werden.
Gabriel Rios stammt aus Puerto Rico und zog der Liebe wegen nach Belgien, wo er mit seinem Latin-angehauchten Singer/Songwriter Pop seit 2004 regelmäßig in den Charts auftaucht. Am 27.2. stellt er seine Songs im Mojo Jazz Café vor. Elektronischen Pop spielen die Kölner Vimes am selben Abend in der Prinzenbar. Der Abschied vom letzten Wintermonat lässt sich mit einer musikalischen Zeitreise durch Songs von Ton Steine Scherben, Rio Reiser, Zinoba u.a. zelebrieren. Jan Plewka und Marco Schmedtje laden unter dem Motto „Between The Bars“ am 28.2. in den Nochtspeicher zu einem intimen Abend mit zwei Stimmen und einer Gitarre ein, an dem das Publikum bestimmen darf, was gespielt wird.

Alle Konzerte und einige mehr in der Übersicht »

02.02. Lights, Prinzenbar
02.02. Watter, Hafenklang
02.02. Xania, Astra Stube
02.02. Hanna Leess, Pony Bar
02.02. Von Eden, Uebel & Gefährlich (Turmzimmer)
03.02. Jessie Ware, Mojo Club
03.02. Nathaniel Rateliff & Band, Molotow
03.02. Sólstafir, Uebel & Gefährlich
03.02. Bombee, Headcrash
04.02. Emily Jane White, Kampnagel
05.02. Philipp Selway, Knust
05.02. Marlon Roudette, Docks – ausverkauft
05.02. The Vals, Indra
05.02. Oliver Schories, Mojo Club
05.02. The Fat White Family, Molotow
05.02. Kovacs, Prinzenbar
05.02. Choirs, Molotow (Bar)
05.02. Cinnamon Loves Candy, Alaska, Alles Was Uns Bleibt, Markthalle
06.02. The Fox, Hasenschaukel
06.02. The Kooks, Sporthalle
06.02. MC Fitti, Große Freiheit 36
06.02. Matze Rossi, Astrastube
07.02. Danko Jones, Rock Café St. Pauli – ausverkauft
07.02. The Subways, Große Freiheit 36 – ausverkauft
07.02. Andy Burrows, Molotow
07.02. Chöne Jungs, Pony Bar
07.02. Uncanny Valley Special mit Jacob Korn u.a., Golem
07.02. Buriers, Honigfabrik
08.02. Joel Sarakula, Hasenschaukel
08.02. Bondage Fairies, Hafenklang
08.02. Wanda, Molotow – ausverkauft
08.02. Slipknot, O2 World – ausverkauft
08.02. Jochen Distelmeyer (Lesung), Uebel & Gefährlich
09.02. Alt-J, Sporthalle
09.02. Alvvays, Molotow
09.02. Torben Stock, Pony Bar
09.02. Fatso Jetson, Hafenklang
10.02. Elliphant, Uebel & Gefährlich
10.02. Jamie T, Mojo Club – ausverkauft
10.02. Nisennenmondai, Hafenklang
10.02. Twin Peaks, Molotow
10.02. Kejnu, Astrastube
10.02. Pere Ubu, Fabrik
10.02. Travels & Trunks, Hasenschaukel
11.02. The Afghan Whigs, Gruenspan
11.02. The/Das, Molotow
11.02. BRNS, Molotow Bar
11.02. OK GO, Uebel & Gefährlich
11.02. Ben Schadow Band, Nochtspeicher
12.02. Max Prosa, Nachtasyl
12.02. Machinery Of Joy, Astrastube
12.02. TV On The Radio, Mojo Club
13.02. Grant Nicholas, Kleiner Donner
13.02. AnnenMayKantereit, Uebel & Gefährlich – ausverkauft
13.02. Enter Shikari, Docks
13.02. Haftbefehl, Mojo Club – ausverkauft
13.02. Baba Zula, Kampnagel
14.02. Der Rest, Astrastube
14.02. Diagrams, Molotow
14.02. Qntal, Markthalle
14.02. Laibach, Kampnagel
14.02. Ry X, Uebel & Gefährlich
14.02. I’m Not A Band, Hafenklang (Goldener Salon)
15.02. Monophona, Nochtspeicher
15.02. Malky, Prinzenbar
16.02. Bring The Mourning On, Astrastube
16.02. Mark Lanegan Band, Uebel & Gefährlich
16.02. Nasim, Pony Bar
16.02. Chima, Knust
17.02. Afrob, Terrace Hill
17.02. Mirel Wagner, Resonanzraum Hochbunker
18.02. Acollective, Hafenklang
18.02. Nessi, Kleiner Donner
19.02. Feine Sahne Fischfilet, Knust – ausverkauft
19.02. Ex Hex, Hafenklang (Goldener Salon)
19.02. Die Türen spielen Der Mann, Molotow
19.02. Eurovision Song Contest (Vor-Vorentscheid), Große Freiheit 36
20.02. Feine Sahne Fischfilet, Uebel & Gefährlich – ausverkauft
20.02. Marcel Gein, Nochtspeicher
21.02. The Dø, Mojo Club
23.02. Junior, Uebel & Gefährlich (Turmzimmer)
23.02. Kodaline, Mojo Club
24.02. D’Angelo, Docks
24.02. Bear’s Den, Knust – ausverkauft
24.02. Mark Forster, Große Freiheit 36
24.02. Alex G, Molotow
25.02. Die Heiterkeit Birthday Bash, Uebel & Gefährlich
25.02. All We Are, Prinzenbar
25.02. Ochre Room, Hasenschaukel
25.02. Mike Feuerstack, Astrastube
25.02. Team Me, Knust
26.02. Sibylle Berg, Christian Ulmen und Kreidler (Lesung und Konzert), Kampnagel
26.02. Carl Barât and The Jackals, Molotow
26.02. Gemma Ray, Prinzenbar
26.02. Funny van Dannen, Fabrik
26.02. Bonsai Kitten, Hafenklang
26.02. Shoshin, Molotow Bar
27.02. Gabriel Rios, Mojo Jazz Café
27.02. Frontier Ruckus, Hasenschaukel
27.02. Bernd Begemann, Polittbüro
27.02. Vimes, Prinzenbar
28.02. A Projection, Astra Stube
28.02. Usher, O2 World
28.02. Jan Plewka & Marco Schmedtje, Nochtspeicher

 
Ihr braucht noch Tickets? Bei der Theaterkasse Schumacher lohnen sich manchmal sogar individuelle Anfragen zu bereits ausverkauften Konzerten. Den privaten Tickettausch zu fairen Bedingungen ermöglicht die Facebook-Gruppe FairVerkauf Hamburg.

Ticketalarm März

Diese Konzerte wollt ihr im März nicht verpassen und deswegen solltet ihr euch vorsichtshalber rechtzeitig Tickets sichern: 01.03. Archive, Große Freiheit 36, 02.03. Sylvan Esso, Mojo Club, 06.03. Neonschwarz, Uebel & Gefährlich, 08.03. Element Of Crime, Sporthalle, 10.03. Prag, Kampnagel, 11.03. And The Golden Choir, Prinzenbar, 20.03. Soko, Molotow, 22.03. Bilderbuch, Mojo Club, 25.03. Glass Animals, Molotow, 26.03. Bohren & Der Club Of Gore, MS Stubnitz, 27.03. Antilopen-Gang, Knust, 28.03. The Twilight Sad, Kleiner Donner

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Kam im Januar 2013 für einen Job im Musikzirkus von Dresden nach Hamburg, ist trotzdem geblieben und macht jetzt wieder in IT. Abgesehen davon ist sie weiter auf der Suche: aktuell nach einer möglichst zentral gelegenen und bezahlbaren neuen Wohnung und nach guter Musik.

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