Ein neues Jahr: Sonnenschein, Fahrradstraßen und was mehr?

Foto: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Heute melden wir uns mit dem ersten Wochenrückblick des neuen Jahres, des Jahres 2015. Es ist zudem der erste Wochenrückblick in unserem neuen Design, wie es auch bereits für unsere monatlichen Konzerttipps galt. Mir persönlich gefällt insbesondere der Whatsapp-Share-Button, der in der mobilen Version nutzbar ist. Schon getestet?

„Heiße Themen“

Mit dem neuen Jahr bekamen die örtliche Feuerwehr sowie die Stadtreinigung allerhand zu tun. Polizei und Feuerwehr rückten rund 1000 mal in dieser Nacht aus – leider auch aufgrund illegaler Sprengkörper. Doch auch ohne Böller gab es für die Rettungskräfte viel zu tun. Der Dachstuhlbrand in Wilhelmsburg am vergangenen Samstag etwa hatte keinen dieser Feuerwerkskörper zur Ursache, sondern eine umgefallene Halogenlampe.

Feuer und Flamme – das sind auch die Keywords der Olympia-Befürworter. Am heutigen Tag fand der erste Verkaufsoffene Sonntag dieses Jahres statt und zwar unter dem Motto der Olympiabewerbung, genauer gesagt „Feuer und Flamme für Olympia“. Mit vielen Lichtern wurde gefeiert: ein Lichterlauf und – so kurz nach Silvester – ein Feuerwerk gehören zum Programm.

„Politisches“

Kommen wir weg von den feurigen Themen. In der vergangenen Woche berichteten verschiedene Medien erneut vor dem Mitte Dezember fertig gestellten Fahrradstraße Harvestehuder Weg, an welcher immer mehr Kritik geübt wird. Die Sicherheit der Radfahrer, die hier eigentlich Vorrang vor den PKWs haben sollten, ist nicht vollständig gewährleistet, wie erste Unfälle zeigen. Sollte eine Fahrradstraße nicht sämtlichen (Anwohner-)Auto- und Touristenbusverkehr unterbinden? Dies widerspricht natürlich dem Entgegenkommen gegenüber den Anwohnern, aber eine fahrrad- und so auch umweltfreundlichere Stadt schließt weniger Autoverkehr natürlich ein. Diese Thematik ist sicherlich ein Wahlkampthema für die kommenden Bürgerschaftswahl – nicht nur die Critical Mass oder die Fahrradsternfahrten des ADFCs sollte auf die Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam machen, sondern auch die Politik muss ihre Lösungen den Radfahrern ideal anpassen.

„Sportliches“

Während der Fußball noch in der Winterpause ist und sowohl bei den HSV-Fans als auch bei den Anhängern von St. Pauli über Spieler-Zugänge und Abgänge spekuliert wird, waren Hamburgs Eishockey- und Basketballspieler am Sonntag bereits zu ihrem jeweils ersten Heimspiel 2015 gefordert. Für die Freezers lief es dabei nicht wie erhofft: Mit 2:3 mussten sich der Tabellenzweite aus Hamburg dem Spitzenreiter, den Adlern aus Mannheim, geschlagen geben. Besser machten es die Hamburg Towers. Zum Rückrundenstart schlugen die Basketballer das Team aus Essen mit 86:77 – Spielbericht folgt.

Mit unserem letzten Punkt blicken wir nicht nur auf die vergangene Woche zurück, sondern schauen auch auf den kommenden Montag voraus: In Hamburg wurde von einer Privatperson eine Anti-PEGIDA-Veranstaltung namens TEGIDA (=Tolerante EuropäerInnen gegen die Idiotisierung des Abendlandes) angemeldet. Nachdem sich in der Facebookveranstaltung mehr als 3000 Teilnehmer anmeldeten, wurde diese vorübergehend abgesagt, da der Polizei anfang etwa 50 Teilnehmer gemeldet worden seien. Doch neue Veranstalter meldeten die Versammlung erneut an, sodass sich morgen die Teilnehmer voraussichtlich am Glockengießerwall treffen können und friedlich Präsenz gegen die PEGIDA-Bewegung in anderen deutschen Städten zeigen können. Zu den neuen Veranstaltern gehört laut Mit Vergnügen Hamburg der Linke Bezirkspolitiker Horst Schneider. Aktionen sind keine geplant, lediglich das friedliche Beisammensein. Derzeit haben sich bei der Facebookveranstaltung über 2700 Teilnehmer gemeldet, Tendenz steigend.

Nun kann das neue Jahr und die für die meisten von uns wahrscheinlich erste Arbeitswoche 2015 beginnen! Auf das alle unsere guten Vorsätze in Erfüllung gehen!

Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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