Hacker und Journalisten veranstalteten Transparenztag in Hamburg

Foto: (c) Andreas Grieß
Netzleben

Am Sonntag trafen sich in Barmbek rund 30 Journalisten, Programmierer und Statistiker zum ersten Hamburger Transparenztag. In Form eines Hackerthon sollte das seit einiger Zeit verfügbare Transparenzportal unter die Lupe genommen werden und in mehreren Gruppen versucht werden, mit den darin befindlichen Daten Auswertungen und journalistische Stücke zu produzieren. Auch wenn dies nur zum Teil gelang, werteten viele Teilnehmer den Tag als einen Erfolg.

Die Veranstaltung geht auf eine Initiative des OK-Labs Hamburg zurück, das sich regelmäßig trifft, um Datenauswertungen und Datenanwendungen zu erstellen, die vereinfacht gesagt das Leben in Hamburg erleichtern sollen. Der Transparenztag am Wochenende sollte noch einmal verstärkt auch Personen außerhalb des Programmiererkreises ansprechen.

Das gelang durchaus, die Mischung war recht gleichmäßig. Nachdem es zunächst eine kurze Einführung gab, was mit Anfragen über das Transparenzgesetz und dem neuen Portal grundsätzlich möglich ist, wurden einige Ideen ausgetauscht. Themen unter anderem: Fundsachen, der Stadtrad-Ausbau, die Parkplatz-Situation, städtische Beteiligungen. In kleineren Gruppen wurde für den Rest des Tages daran gearbeitet, die Daten zu sammeln, aufzubereiten und auszuwerten.

Die ursprüngliche Hoffnung, am Ende des Tages sogar ein paar fertige Produkte zeigen zu können, erfüllte sich nicht. Diese hätten im Idealfall ab heute in den teilnehmenden Medien, wie etwa Elbmelancholie, zu finden sein können. Wie so oft fehlten dafür zum Teil aber wichtige Daten, Zeit und auch mitunter Manpower. Allen Beteiligten wurde aber deutlich, dass sehr interessante und auch relevante Geschichten darauf warten, entdeckt und erzählt zu werden. Journalisten und journalistisch interessierte Programmierer oder Entwickler sollten sich die Zeit für sie nehmen und die Zeit für sie nehmen können. Klar wurde auch, das vieles nur im Team gelingt.

Und so besteht die berechtigte Hoffnung, dass an den Geschichten und weiteren entstandenen Ideen weitergearbeitet wird. Die Bereitschaft war bei vielen über den Sonntag hinaus vorhanden. Kontakte wurden ausgetauscht, ein zweiter Transparenztag in Planung – und auch in den regelmäßig stattfinden OK-Labs soll noch einiges aufgegriffen werden.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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