Dritte Niederlage in Folge für die Hamburg Towers

Bild: Eike Henning
Hamburg Towers, Sport

Im dritten Heimspiel der Saison mussten die Hamburg Towers am Sonntag eine deutliche 74:99 Niederlage gegen rent4office Nürnberg hinnehmen. Nürnberg dominierte das Spiel nach Belieben. Gehörten die ersten beiden Punkte der Partie noch den Hamburgern, gaben die Gäste aus dem Frankenland im Anschluss die Führung während der gesamten Spielzeit nicht mehr aus den Händen.

Nach zwei verlorenen Partien am zurückliegenden Doppelspieltag, zunächst knapp in Hamburg gegen Paderborn, dann in Essen, war die Hoffnung bei Fans und Mannschaft groß, dass vor heimischer Kulisse endlich wieder ein Sieg eingefahren wird. Zu Gast waren die Tabellendritten aus Nürnberg. Erstmals konnten die Hamburger in der komplett fertig gestellten Inselpark-Arena antreten, nachdem bei den ersten beiden Heimspielen die Tribünen hinter den Körben noch nicht fertiggestellt, beziehungsweise abgenommen waren.

In der fertigen Heimspielstätte ging es gut los für Hamburg: Den Sprungball und die ersten Punkte der Partie konnten die Towers mit einem spektakulären Dunking durch Michael Wenzl für sich verbuchen. Davon ließen sich die Nürnberger aber nicht beirren und zogen sofort nach. Das Spiel gestaltete sich bis zur fünften Minute beim Stand von 9:12 noch recht ausgeglichen, doch das sollte sich bald ändern: Das erste Viertel ging deutlich mit 15:32 an die Gäste aus Nürnberg. Auch eine Auszeit in der sechsten Minute konnte den Punkterausch der Gäste nicht stoppen.

Freiwurfquote und Reboundarbeit als Schwachstellen

Schon bald fielen zwei eklatante Schwächen der Hamburger ins Gewicht: Die Freiwurfquote sowie die Reboundarbeit. Beides Dinge, die am Ende mit ein Grund dafür sein sollten, dass die Hamburger derart unter die Räder gerieten. Zur Halbzeit hatten die Franken doppelt so viele Rebounds auf ihrem Konto wie die Hanseaten. Entsprechend groß war die Differenz nach 20 Minuten Spielzeit: 31:56.

Getragen durch eine gute Stimmung in der ausverkauften Halle ließen die Hamburger Spieler aber nicht locker und zeigten in der zweiten Halbzeit, dass sie dieses Spiel unbedingt noch drehen wollen. So konnten die Towers gleich zu Beginn vier Punkte und einen Steal für sich verbuchen. Doch die Hoffnung der Fans, dass daraus eine Aufholjagd würde, währte nur kurz. Durch gute Reboundarbeit erarbeiteten sich die Nürnberger viele zweite Chancen unter dem Brett, die sie oft genug auch in Punkte verwandelten. Der Lohn: Nach dem dritten Viertel lagen die Gäste weiter deutlich vorn, mit 52:77.

Im vierten Viertel hieß es für die Towers letztlich Schadensbegrenzung zu betreiben. Auch dieses Viertel begann wieder mit einer guten Aktion für die Heimmannschaft: Bazoumana Kone stealte den Ball, den er in der Offense aber nicht verwerten konnte. So blieb den Gastgebern am Ende nur, aus diesem Spiel die richtigen Lehren für die kommenden zu ziehen. Der Endstand von 74:99 spricht eine deutliche Sprache. Erfolgreichster Werfer der Towers war mit 15 Punkten Will Barnes.

Attarbashi lobt Moral

Nach der Niederlage rutschten die Towers nach dem neunten Spieltag auf Position acht der Tabelle. Punktgleich vor ihnen liegen die Teams aus Gotha und Paderborn. Mit ebenfalls 5:4 Niederlagen auf Rang neun liegt die Mannschaft aus Heidelberg.

Lobende Erwähnung durch Trainer Hamed Attarbashi fand nach dem Spiel die Moral seiner Mannschaft, die trotz des deutlichen Rückstands auch in der zweiten Hälfte alles gegeben habe. Dies zeigte sich unter anderem in drei Steals in den letzten drei Minuten des Spiels. Das lässt für die nächsten Partien hoffen. Bereits kommenden Sonntag dürfen die Towers erneut in Wilhelmsburg antreten. Zu Gast ist dann das Team mit dem wohl sperrigsten Namen in der ProA: Bike-Cafe Messingschlager Baunach.

Text: Eike Henning

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Dieser Text wurde von einem Gastautor verfasst.

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