Winterzeit in Hamburg

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Na, schon alle Uhren umgestellt? Die Winterzeit ist in Hamburg angebrochen und das nicht nur hinsichtlich der Definition, wann denn nun 12 Uhr Mittag ist. Aber lassen wir uns davon den Optimismus verderben? Nein, natürlich nicht. Auch wenn die zurückliegende Woche noch einiges mehr aufgeboten hat, das dazu taugen würde.

Zum Beispiel die Fußball-Ergebnisse: HSV: Niederlage. St. Pauli: Niederlage. Und für die Dortmund-Fans wie ich: Bundesliga-Niederlage, die so was von gar nicht nachzuvollziehen ist. Schicksal, was soll denn das? Am Dienstag werden dann entweder die St. Pauli-Fans oder ich wieder enttäuscht sein, denn dann treffen die Kiezkicker und der BVB im Pokal aufeinander. Tags drauf empfängt der HSV die Bayern. Unsere Hamburg Towers im Basketball konnten in Heidelberg den nächsten Sieg einfahren und konnten sich vor dem nächsten Heimspiel mit 77:68 durchsetzen.

Nicht los lässt Hamburg Debatten um das Thema Flüchtlinge. Nachdem nun endlich mehr Unterkünfte geschaffen werden sollen, gibt es Protest von Anwohnern. 220 Asylbewerber sollen im ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Sophienterrasse unterkommen. Drei Anwohner wollen das mit einem Eilantrag verhindern. „In der Sache wehren sich unsere Mandanten nicht gegen die Einrichtung als solche, sondern gegen die Größe der Einrichtung“, sagt Anwalt der Kläger. Eine Einrichtung in dieser Größe sei „nicht gebietsverträglich”.

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Helene Fischer. Die dreht im November an fünf Tagen in Hamburg an der Seite von Til Schweiger für die beiden kommenden Nick Tschiller-Tatorte. Wir hatten uns ja schonmal überlegt, wie das aussehen könnte. Laut den Informationen, die der NDR nun bekannt gab, wird Helene aber nicht singen. Sie wird zudem nicht Helene heißen, sondern Leyla. „Sie wird in ihrer Rolle als Leyla alle Zuschauer und Kritiker überraschen“, so Thomas Schreiber vom NDR. Na dann lassen wir uns mal überraschen…

Vielleicht geht es im Film dann ja mal über Juwelenräuber. Das ist in Hamburg ja gerade hoch im Kurs. Nach dem Raub Anfang der Woche gab es in der Folge noch einige weitere versuchte Überfälle, womöglich von Personen, die sich inspiriert fühlten. Wenn dem so ist, kommen einige Menschen wohl leicht auf die falsche Spur.

Apropos falsche Spur: Was machen eigentlich die Radfahrer auf der Straße, denkt sich mitunter mancher Autofahrer erbost, ist doch ein Radweg in der Nähe. Das Fahren auf der Straße ist für die Zweiräder aber oft sehr wohl erlaubt und macht angesichts zugeparkter Radwege oft auch für den Eigenschutz Sinn. Um Irritationen zu verhindern, gibt es in Hamburg nun Schilder, die Autofahrer darauf hinweisen sollen, dass Radfahrer an den entsprechenden Stellen auf der Straße fahren dürfen. Keine Angst, diese Schilder sollen kein Bestandteil des deutschen Schilder-Dschungels werden, sondern nur befristet die Aufmerksamkeit der Autofahrer für Radfahrer schulen.

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, erreicht Hamburg in dieser Woche auch noch eine neue Sturmflut. Allzu schlimm fiel die jedoch nicht aus. Und das Ganze hatte auch sein Gutes: Denn so war der Wasserstand definitiv ausreichend für die Quantum of the Seas. Das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff konnte so den geplanten Inspektionstermin bei Blohm + Voss nachholen, der zunächst verschoben werden musste.

Ihr seht, es war nicht alles schlecht in der vergangenen Woche. Und wenn euch das noch nicht reicht, seid daran erinnert, dass die Bahnen die ganze Woche nicht streikten – auch wenn es weiter Bauarbeiten gibt, wie etwa bei der über das Wochenende einmal mehr unterbrochenen U3.

Wir wünschen eine schöne, neue Woche. Nur nochmal zur Info: Es wird nun eher hell, aber auch eher dunkel.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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