Gelungene Heimspiel-Premiere der Hamburg Towers

Bild: Elisabeth Hyra
Hamburg Towers, Sport

Erstes Heimspiel – erster Heimsieg. Besser konnte es für die Hamburger Basketballer nicht laufen. Vor heimischem Publikum bezwangen die Hamburg Towers die Bayer Giants Leverkusen in der ausverkauften InselParkhalle verdient mit 74:64 (44:38). Dabei stand ihnen beim ersten Tip-Off der neuen hanseatischen Profi-Basketball-Geschichte kein geringerer als der deutsche Rekordmeister gegenüber.

In der ersten Hälfte des Spiels war die Anspannung der Basketballer spürbar. Michael Wenzl (23) sagte nach dem Spiel: „Das erste Heimspiel – das war eine ganz neue Situation für uns. Vor allem in der ersten Hälfte waren wir schwach. Das Wichtigste ist aber, dass wir gewonnen haben.“

„Das Publikum war einfach nur geil“

In den beiden Vierteln der zweiten Halbzeit legten die Hamburg Towers einen Zahn zu, waren viel engagierter und zogen zeitweise mit acht Punkten von ihrem Gegner davon. Nachdem die Leverkusener wieder bis auf zwei Zähler rankamen, war es besonders der tatkräftigen Unterstützung des Publikums zu verdanken, dass der Abstand letztlich von Wurf zu Wurf wieder immer weiter ausgebaut wurde. „Das Publikum auf den zwei Haupttribünen war einfach nur geil“, verrät Michael Wenzl.

Den Sieg haben die Hamburger somit vor allem ihren Fans zu verdanken. Die InselParkhalle im Stadtteil Wilhelmsburg war ausverkauft. Da die beiden Tribünen hinter den Körben noch nicht aufgebaut waren, konnten lediglich 2.000 Zuschauer untergebracht werden. Bereits im November soll eine Hallenkapazität von maximal 3.000 Zuschauern erreicht sein.

„Das war nur der Startschuss“

Der Stimmung tat die noch spartanisch wirkende InselParkhalle keinen Abbruch. Das Basketball-Publikum zeigte bei seinem Debüt eine mehr als solide Leistung und feuerte seine Mannschaft lautstark an. Nicht nur die rund 2.000 Anhänger waren mit dem Ergebnis ihrer Mannschaft zufrieden, auch Towers-Geschäftsführer Pascal Roller war nach dem Spiel sichtlich erfreut: „Das war nur der Startschuss. Ich hoffe, es geht noch viel, viel weiter.“

Einziger Spielverderber war an diesem Abend die Bahn. Wegen des Streiks der GDL fuhren die S-Bahnen zur Haltestelle Wilhelmsburg nur im 20-Minuten-Takt, was die An- und Abreise zur und von der Spielstätte mehr als hinderlich machte. Ansonsten kann an dieser Stelle resümiert werden: Der Profi-Basketball ist in Hamburg angekommen! Bleibt nur zu hoffen, dass beim nächsten Heimspiel der Hamburg Towers am 31. Oktober (19:30 Uhr) gegen die Finke baskets Paderborn kein neuer Bahn-Streik ansteht.

Über

Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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