Ein gemischter Blick zurück: Jubiläum, Fakten, Erfolg, Trauer

Bilder: Inga Zimmermann / Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Wir sind zwei Jahre alt geworden! Dieses Jubiläum feierten wir diese Woche und blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück, in dem wir einiges erreicht haben und auf noch viel mehr blicken können, wie etwa unsere geplante Berichterstattung zu den kommenden Hamburger Bürgerschaftswahlen.

Die letzte Woche startete mit der Veröffentlichung eines Berichtes zur Hamburger Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Durchschnittlich haben in ganz Hamburg rund 31 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. Deutlich wird, dass anteilsmäßig die meisten Menschen mit Migrationshintergrund in den Stadtbezirken Hamburg-Mitte und Harburg leben. In Hamburg-Nord sind es unterdurchschnittlich viele, in Vier- und Marschlande leben anteils- und zahlenmäßig die wenigsten Hamburger mit Migrationshintergrund. Verwundern tuen uns diese Ergebnisse weniger, kennen wir Hamburger doch unsere Stadtteile. Interessant ist, dass weiterhin für die meisten Polen oder die Türkei die ursprünglichen Herkunftsländer sind und sich das aktuelle Weltgeschehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht deutlich spürbar auf unsere Bevölkerungsstruktur auswirkt – doch erste Tendenzen sind bereits jetzt sichtbar.

Positive Tendenzen konnten heute beim HSV beobachtet werden. Zwar hat das Team wieder verloren und auch einen neuen Negativrekord für längste Zeit zu Saisonstart ohne erzieltes Tor aufgestellt, aber nach 507 Minuten dann doch noch getroffen. Erfolgreicher verlief der Saisonstart der Hamburger Basketballer: „Auftakt nach Maß: Hamburg Towers gewinnen in Gießen“ – so titelt die Vereinsseite den Erfolg der vergangenen Woche. Hamburgs neue Profi-Basketballmannschaft siegte in einem spannenden ersten Spiel auswärts mit 66:65 gegen die Gießen 46er.

Vergangenen Donnerstag begann das Filmfest Hamburg, welches bis zum kommenden Samstag, 4. Oktober, jede Menge neue Filme dem breitem Publikum präsentieren wird. Dieses Filmfest war zudem am Sonntag Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag. Parallel fand, initiiert von der linken Szene, das Refugee Welcome Schanzenfest statt. Hier wurde abends ebenfalls dem Graffitikünstler Oz gedacht. Ihm verdankt Hamburg etliche Smileys und Kringel, überall in Hamburg. Er starb im Alter von 64 Jahren als ihn eine S-Bahn beim Sprayen erfasste. In der Vergangenheit hatte er bereits Haft- und Geldstrafen für seine Streetart erhalten.

OZ_Kreisel_Herbst

Kommen wir zum Diebstahl der Woche: Von einer Baustelle am Heidenkampsweg wurde ein Bagger gestohlen. Und was macht man mit einem Bagger? Richtig, man sucht den nächsten Geldautomat auf und versucht diesen zunächst aus den Angeln zu nehmen und anschließend aufzubrechen – wenn man nicht dabei gestört wird und fliehen muss. So geschah es in der vergangenen Woche in Hammerbrook.

Nun wünschen wir euch eine schöne, herbstliche Woche. Vielleicht zieht es euch in eine der vielen Oktoberfestveranstaltungen, die parallel zum eigentlichem Fest in München auch hier im hohen Norden Deutschlands stattfinden. Was wir davon halten… wir halten uns zurück.

Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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