Wenn Politik nur noch umgesetzt werden muss

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Woche eins nach Ende der Gefahrengebiete, die dem Willen vieler Demonstranten am Samstag auch künftig nicht mehr ausgerufen werden dürfen sollen. Doch auch so, gab es genug Themen. Das Hamburger Stromnetz wird wieder den Hamburgern gehören. Dies haben sie per Volksentscheid am 22.September 2013 so beschlossen. Was einem gehört, muss aber auch erstmal bezahlt werden. Die Stadt Hamburg kauft das Netz von Vattenfall ab. Rund 500 Millionen Euro wird es kosten. Die Stadt Hamburg legt das Geld auf den Tisch, im Klartext also wir, die Steuerzahler. Über den genauen Kaufpreis und die Zukunft des Fernwärmenetzes müssen Gutachter beraten.

Der Volksentscheid verlief erfolgreich und der Wille des Wählers muss nun „nur noch“ umgesetzt werden. Ganz anders an der Universität Hamburg: dort wurden die Wahlen für das Studierendenparlament durchgeführt. Bei der Auszählung, die unter Studenten standesgemäß von DJ und Alkoholkonsum begleitet wurde, kam es dann zu Unregelmäßigkeiten.

In Harburg bereits ein Jahr getestet, wird der HVV bald, also irgendwann im Laufe der nächsten zwei Jahre, die HVV-Card einführen. Eine elektronische Karte, auf der alle Tickets gespeichert werden können. Die Karte wird ebenfalls zum Angebotsberater und könnte beispielsweise verschiedene Kurzstreckentickets zu einer Tageskarte zusammenfassen. Dies wäre dann für den Fahrgast günstiger. Und noch etwas verkehrstechnisches rollt auf uns zu: die S4. Laut S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke soll sie 2024 kommen. Schon eher könnte es einen „neuen HSV“ geben. Bei der Vereinsversammlung beschlossen die Mitglieder heute, dass das Konzept „HSV Plus“, das eine Ausgliederung des Profifußballs vorsieht, vorbereitet werden soll.

Zum Schluss senden wir noch nachträgliche Geburtstagsglückwünsche an einen großen Hamburger: Helmut Schmidt. Bereits im Dezember wurde er 95 Jahre alt, heute feierte er im Thalia Theater mit 1000 geladenen Gästen. Unter den Gratulanten fand sich u.a. Außenminister Steinmeier.

Die nächste Woche startet geographisch ohne Gefahrengebiet und dementsprechend wünschen wir euch auch einen ruhigen Start in diese!

Über

Judyta Smykowski, 26, kommt aus Hamburg, lebt in Berlin und arbeitet für die taz und leidmedien.de. Judyta ist Gründungsmitglied von Elbmelancholie. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesellschaft, Kultur und Internet. Twitter: @jusmykkreativundgnadenlos.wordpress.com

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