„Wir sollten uns nicht mit Berlin vergleichen“

Collage: Elbmelancholie
Netzleben

Willkommen zu Teil vier der Serie „Hamburger im Netz“! Wir stellen Bürger dieser Stadt vor, für die das Internet Arbeitsplatz und Zuhause ist. Diesmal mit Carolin Neumann, Journalistin und Chefin von vocer.org und Mitbegründerin der Digital Media Women.

Du bist freie Journalistin und Chefin von vocer.org. Kannst Du uns etwas darüber erzählen?

Wir sind ein vom gemeinnützigen Verein für Medien- und Journalismuskritik herausgegebenes Debattenportal. Meist geht es um Medien- und Journalismusthemen. Wir widmen uns aber auch zunehmend der digitalen Gesellschaft und dem technischen Fortschritt.

Im letzten Jahr hast du das Vocer Innovation Medialab ins Leben gerufen. Warum geht es dabei?
Während wir uns bei VOCER auf Metaebene mit der Zukunft der Medienbranche beschäftigen, versuchen wir im Medialab einen aktiven innovativen Beitrag zu leisten. Wir vergeben Stipendien für experimentierfreudige Medienmacher – Journalisten, aber auch Fotografen oder Programmierer -, die eine gute Idee und kreative Energie mitbringen, um in einem gemeinsamen halben Jahr tolle Sachen umzusetzen. Das waren schon im ersten Jahr großartige Leute und ich bin schon super gespannt, was das zweite Jahr bringt!

Wie siehst Du die Position Hamburgs im deutschlandweiten Vergleich in Sachen digitale und soziale Medien? Können wir uns z.B. mit Berlin „messen“?

Können wir bestimmt, aber lieber wäre es mir, wenn wir nicht so viel vergleichen, sondern einfach mehr für den Standort Hamburg tun würden. Wie das Branchennetzwerk Digital Media Women, das ich mitgegründet habe, oder die sehr gute neue Idee Hamburg Startups. Das VOCER Innovation Medialab ist genau wie VOCER in Hamburg gegründet worden, unser Team ist allerdings in ganz Deutschland verstreut.

Welche Veranstaltungen rund um das Netz, soziale Medien und Journalismus in nächster Zeit in Hamburg könntest Du uns empfehlen?

Persönlich möchte ich es endlich mal zu einem der Datenjournalismus Meet-ups #ddjhh in Hamburg schaffen! Außerdem bin ich gespannt, was die gerade erwähnte neue Initiative Hamburg Startups auf die Beine stellt, und freue mich auf die nächsten Workshops der DMW-Academy.

Gibt es etwas, was Du Dir für die digitale Zukunft Hamburgs wünschst?

Mehr Zusammenarbeit verschiedener Initiativen und Unternehmen, weil ich glaube, dass wir gemeinsam noch stärker sind.

 

Foto: Rieka Anscheit M: Judyta Smykowski

Über

Judyta Smykowski, 26, kommt aus Hamburg, lebt in Berlin und arbeitet für die taz und leidmedien.de. Judyta ist Gründungsmitglied von Elbmelancholie. Ihre Themenschwerpunkte sind Gesellschaft, Kultur und Internet. Twitter: @jusmykkreativundgnadenlos.wordpress.com

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