Montag ist das Logo kanadisch

Bild: Pressematerial
Musik und Konzerte

Bevor Maria voraussichtlich morgen wie üblich die Konzerttipps für den kommenden Monat veröffentlicht, will ich bereits einen Termin vorweg nehmen. Schon seit einiger Zeit freue ich mich nämlich auf den kommenden Montag. Dann spielen Hey Ocean! im Logo. Kennt ihr nicht? Dann solltet ihr das dringend ändern.

Hey Ocean! ist eine dreiköpfige Band aus Vancouver, die bei Live-Auftritten für gewöhnlich durch weitere Musiker verstärkt wird. Ihre Musik besteht aus vielen verschiedenen Instrumenten, ist rock- bis indie-lastig, lässt sich aber schwer in eine Schublade stecken. Alle drei Musiker singen in den Liedern, so dass sich auf Album und Konzerten männlicher und weiblicher Gesang abwechselt. Und streng genommen singen auch noch zwei Ponys.

Bitte was, Ponys? Ja, korrekt. Rainbow Dash und Appeljack aus der eigentlich Kinder-, aber de fakto Nerd-Serie „My little Pony: Friendship is magic“ werden im englischen Original von Ashleigh Ball, der Frau im Trio von Hey Ocean!, gesprochen. Und das übrigens sogar sehr cool. Die deutsche Synchronisation kommt jedenfalls nicht mit und hat weniger verschiedene Facetten in den beiden Charakteren aufzubieten, obwohl hierzulande zwei unterschiedliche Frauen die Stimmen beitragen.

Durch Ashleighs Wirken bei My little Pony wurde die Band einer weiteren Fanbasis bekannt. So auch mir. Irgendwann wollte ich wissen, was Hey Ocean! für Musik machen. Was ich hörte, gefiel mir. Das aktuelle Album IS bietet viele verschiedene Stimmungen. Traurig? Trotzig? Einfach Glücklich? Oder doch unglücklich verliebt? Für jede Gemütslage ist etwas dabei und ich finde, man merkt, dass die Songs selbst geschrieben sind.

Im September bekam ich die Gelegenheit, die Band persönlich kennen zu lernen. Einige Tage nach ihrem Auftritt beim Reeperbahnfestival drehten sie in Hamburg ein Promo-Video: Es wurden Blutwurst und Sauerkraut gekocht. Für den Dreh wurden auch ein paar Fans eingeladen und kurzentschlossen sagte ich zu und konnte einen unterhaltsamen Nachmittag genießen. Dabei erfuhr ich auch, dass den kanadischen Musikern unsere Stadt durchaus gefällt. Vor allem die Schnitzel eines bestimmten Restaurants hatten es ihnen angetan.

Nach ihrem Auftritt am Montag im Logo (20 Uhr), werden Hey Ocean! vom 3. bis zum 6. Dezember noch jeden Tag in einer anderen deutschen Stadt spielen: Frankfurt (Nachtleben), Stuttgart (Kellerklub), Köln (MTC) und Berlin (Bi Nuu) stehen auf dem Programm ihrer ersten Deutschland-Tour. Die haben sie sich übrigens von ihren kanadischen Fans finanzieren lassen: Via Crowdfunding wurde das Geld gesammelt, um international auftreten zu können. Und wer jetzt denkt, die Kanadier hätten nur Geld gegeben, um die drei los zu werden, irrt. Um das zu widerlegen, bedarf es nur einen Blick auf die Facebook-Seite von Hey Ocean!. Als da die deutschen Konzerte angekündigt wurden, fragten zahlreiche kanadische und auch us-amerikanische Fans nach dem nächsten Auftritt in ihrer Nähe. Nun, jetzt sind erstmal wir dran.

Hier noch die kleine Grußbotschaft an die deutschen Fans:
Video

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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