Feiertag? Sieben Tage Woche!

Bild: Esther Gückel
Wochenrückblicke

Na, diese Woche Donnerstag und Freitag auch gearbeitet? Klar, warum auch nicht! Einige Teile Deutschlands hatten dafür kreative Antworten. Die einen feierten Allerheiligen und machten den 1.11. einfach nichts. Drei Tage Wochenende, kann man mit leben. Etwas schlechter traf es diejenigen, die am 31.10. den Reformationstag zum Anlass nahmen, die Arbeit Arbeit sein zu lassen. Dafür werden dort viele den Freitag als Brückentag genommen haben, was sogar vier freie Tage bedeutet. Ganz anders hier in Hamburg, wo viele sogar am heutigen Sonntag fleißig sind, um für andere zu schuften, denn es istverkaufsoffener Sonntag. Unfassbar, man möchte meinen, wir hier im Norden arbeiten für den Rest der Republik mit. Kleiner Trost: 2015 fallen die beiden regionalen Feiertage beide auf das Wochenende. Willkommen in unserer Welt!

Wo wir gerade beim Thema für andere mitarbeiten sind. Das tut bekanntlich auch unser Hafen. Hier wird Material für halb Europa verladen. Etwas weiter im Nordosten, in Wilhelmshafen, wollte man uns da Konkurrenz machen mit dem Jade-Weser-Port. Das klappt jedoch bislang nur so bedingt, wie Spiegel Online diese Woche berichtet: „Im gesamten ersten Betriebsjahr gab es 134 Schiffsanläufe, 13.000 waren es in Hamburg.“ Aus Hamburger Sicht kann das gerne so bleiben, sichert es doch Arbeitsplätze. Andererseits wurde in Wilhelmshafen dann ordentlich (Steuer)geld versenkt.

Nicht umsonst war die Arbeit unserer „Mutter“ YOUdaz. Die Website des Projekts, das hinter Elbmelancholie steckt, erstrahlt seit dieser Woche in einem neuen Outfit. Auch wenn es hier nur gelegentlich um Hamburg-Themen geht, lohnt ein regelmäßiger Blick auf die Seite oder die Social Media-Kanäle von YOUdaz, nicht nur, weil dort bald ein weiteres Lokalprojekt angekündigt wird.

Angekündigt hat diese Woche auch DriveNow etwas: sein Angebot in Hamburg. Kein geringerer als Bürgermeister Scholz gab persönlich den Startschuss. 450 Fahrzeuge der Marken BMW und MINI stehen ab Montag zur spontanen Anmietung bereit, ab Mitte November sollen auch Fahrten zum Flughafen möglich sein. Somit bekommen allen voran die Smarts von Car2Go Konkurrenz. Wir sind gespannt, wie sich die Situation in Hamburg weiter entwickelt. Scholz sieht im Carsharing jedenfalls einen wichtigen Baustein für ein „umfassendes Mobilitätsangebot“, das Ressourcen und Umwelt schont.

Apropos Ressourcen schonen. Diese Woche fragte ich bereits im Redaktionsblog, warum Pressestellen uns Pressemitteilungen nicht an die dafür vorgesehene E-Mail-Adresse schicken können, statt an die Redaktions-Adresse oder an beide. Eigentlich schreiben wir ja sehr deutlich, wie es sein soll. Es kostet vielleicht fünf Sekunden, die richtige Adresse zu finden, investiert werden die offenbar nicht. Aber wir sollen den Meldungen mehrere Minuten unserer Zeit schenken? Leider hat sich die Situation auch nach dem Blogpost noch nicht verbessert. Wieder erreichten uns unpassende und fehladressierte Pressemeldungen. In den kommenden Tagen werde ich den Link zum Beitrag einfach als Antwort an die PR-Kollegen versenden. Wie ich ausgerechnet jetzt gerade darauf komme? Hmm… Ich weiß auch nicht!

Wechseln wir lieber das Thema: LampedusaHH. Da gab es diese Woche mal wieder viele Vorschläge, aber keine Lösungen. Und es gab Demonstrationen, allen voran eine große Demo mit mehreren tausend Teilnehmern am Samstag. Und dann ist da noch diese Gaga-Geschichte mit Fettes Brot und der Flora. Kurz gesagt: Fettes Brot spielen vermutlich heute Abend in der Roten Flora ein Konzert. Eigner Klausmartin Kretschmer hat dem Trio jedoch Hausverbot erteilt. Ähm… ja… Reden wir nicht weiter drüber, genauso wie wir das mit dem Fußball aus gesamthamburger Sicht diese Woche lassen.

Wir wünschen einen guten Start in die kommende Woche.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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