Eine Woche für den Herbst, ein Wochenende fürs Phrasenschwein

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Meteorologisch startet heute der Herbst. Doch dazu muss niemand auf den Kalender schauen – ein Blick aus dem Fenster reicht vollkommen. Der Sommer ist vorbei und egal was diese Woche alles los war, der Himmel sagte: “Nein, bleibt daheim”, oder besser noch: “Bleib im Bett!”

Dabei riefen erneut einige Veranstaltungen genau das Gegenteil. Rund um die Alster fand bekanntlich bis heute das Alstervergnügen statt. Mit jede Menge Aktivitäten. Ein Griff in die Phrasenkiste des Bratwurstjournalismus versorgt uns mit den entsprechenden Infos: Es gab Events für Jung und Alt, liebevolle Handwerkskunst, Musik für jeden Geschmack und für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Und weil ein Vergnügen an einem Fluss zu wenig ist, gab es gleichzeitig am Wochenende noch das Elbvergnügen am Fähranleger Teufelsbrück. Was die Besucher hier erwartete? Nun: Es gab Events für Jung und Alt, liebevolle Handwerkskunst, Musik für jeden Geschmack und für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Das Mittelalter war derweil am Wochenende im Öjendorfer Park ausgebrochen. “Spectaculum” der Titel der Veranstaltung. Auf über 150.000 Quadratmetern warteten mehr als 1000 Zelte und sonstige Installationen, sowie 2500 Mitwirkende auf die Gäste. Zu sehen bekamen diese unter anderem (inszenierte) mittelalterliche Kämpfe sowie Feuershows. Und sonst? Sonst gab es liebevolle Handwerkskunst und Musik. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt.

Musik und flächendeckend zu riechendes Essen gibt es bisweilen auch in Hamburgs S-Bahnen. Davon soll es in Zukunft mehr geben, denn ab 2020 sollen die S-Bahnen auch bis nach Bad Oldesloe fahren. Die Rede ist von der geplanten S4. Diese Woche veröffentlichten die Verkehrsminister von Hamburg und Schleswig-Holstein eine Kosteneinschätzung. Und siehe da, auch hier gibt es altbekannte Wendungen: Es wird teurer als Anfangs geplant. Etwa 280 Millionen Euro mehr werden benötigt, insgesamt ist von Kosten in Höhe von 630 Millionen Euro die Rede, schreibt die Mopo. Einen Großteil zahle der Bund. Grund für die Kostensteigerung: Es müssen überraschender Weise auch bereits existente Gleise umgebaut werden. Die S4 wird von Altona wie die S1 bis Hasselbrook fahren und von dort weiter nach Bargteheide / Ahrensburg / Bad Oldesloe. Mehr dazu findet ihr hier.

Wir wünschen eine gute erste September-Woche. Das Wetter soll übrigens tatsächlich noch einmal besser werden. Hoffen wir, das stimmt.

Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

1 Kommentar

  1. Klaus-Günter Albrecht

    Die S4 ist übrigens ein alter Aufguß. Auf dem Eurocity-Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1993 ist sie noch verzeichnet. Sie fuhr damals vom Hauptbahnhof bis Ahrensburg. Was damals vernachlässigt wurde muß heute mit viel Geld wiederhergestellt werden.
    Freundliche Grüße
    Klaus-Günter Albrecht

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