Korea-Tage in Hamburg: der Ferne Osten ganz nah

Bild: Guido Ziegerahn
Allgemein, Kunst und Kultur

Während in Düsseldorf der Japan-Tag wieder zahlreiche Besucher und Schaulustige angelockt hat, bietet Hamburg im Zeitraum vom 01. bis 16. Juni im Zuge der 130-jährigen Freundschaft zwischen Deutschland und Korea spezielle Events unter dem Motto „Korea Tage – Korea bewegt“.

Im Jahr 1883 wurde mit dem Handels- Freundschafts- und Schifffahrtsvertrag der Grundstein für die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Korea gelegt. Nun – 130 Jahre später – gehört Korea zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern unseres Landes. Hamburg unterhält zudem seit vier Jahren einen Parlamentspartnerschaft mit Busan, der zweitgrößten Stadt Koreas, der Hamburger Hafen seit nunmehr drei Jahren eine Hafenpartnerschaft.

Mit dem Ziel der gegenseitigen Kenntnis über Politik, Kultur und Wirtschaft, pflegt die koreanische Gemeinde die koreanische Kultur in der Hansestadt, in der es bereits über 50 koreanische Unternehmen gibt. Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft Hamburg hat in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Korea, dem Museum für Völkerkunde, der Hamburger Universität dem Kino Metropolis und koreanischen Vereinen in der Hansestadt ein Programm arrangiert, das Jung und Alt in den Bann ziehen wird.

Die Korea Tage starten mit einer Vortragsreihe im Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg, im Museum für Völkerkunde und im Metropolis-Kino. Diese umfassen eine Informationsveranstaltung für Interessierte an einem Arbeitsaufenthalt in Korea, der Vorstellung von Großunternehmen, wie zum Beispiel Samsung und Hyundai, eine Lesung koreanischer Kinderbuchliteratur, sowie Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des Landes durch Generalkonsul Sohn Seon-hong.

Auch Musik- und Fotografie-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Das koreanische Cheongbae Ensemble lädt am 01. Juni zu einer rhythmischen Perkussion-Musikperformance ein, die von akrobatischen Tanzeinlagen begleitet wird. Das Orchester für traditionelle koreanische Musik führt am 15. Juni koreanische Volkslieder und moderne Variationen von traditionellen Liedern auf und wird unterstützt von einer Tanzgruppe aus Busan. Vom 31.05. bis 16.06. gibt es im Asien-Afrika-Institut und im Metropolis-Kino eine Fotoausstellung über die Metropole Busan im Wandel der Zeit. Im Ostflügel des Asien-Afrika-Instituts werden zwischen dem 08. und 16. Juni Manhwas ausgestellt, das koreanische Pendant zu den japanischen Mangas.

Darüber hinaus finden am Samstag, dem 01. Juni, Kochkurse im Museum für Völkerkunde statt, in der Köchin Bok-Yeo Römer in die Geschmacksvielfalt der koreanischen Küche einführt. Myung-Hyun Park, passionierter Samulnori-Trommler, bietet dort zudem vom 11.06. bis 13.06. täglich Anfängerworkshops für die vier Percussionsinstrumente an.

Über

Die gebürtige Kölnerin und bekennende Globetrotterin hat die letzten fünf Jahre in Hamburg verbracht, bevor sie im Herbst 2014 die Stelle der Online-Redakteurin an der Hochschule Harz angetreten ist. Ihrer Wahlheimat bleibt sie allerdings treu und schreibt weiterhin für verschiedene Online-Portale rund um die Hansestadt.

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