Tatort: Deike

Bild: Ingo Henning
Kunst und Kultur

Ausnahmsweise haben wir uns diese Woche an einem Montag auf den Weg gemacht, um den Wiener Tatort im Café Deike anzuschauen. Das Café, gemütlich in Eimsbüttel gelegen, ist auf den ersten Blick keine typische Tatort-Location: Das liebliche Ambiente läd eher zum Espresso- oder Weintrinken, als zum Tatort gucken ein.

Doch das Krimifieber machte auch hier nicht halt. Nachdem die mobile Leinwand ausgerollt, das Bier bestellt (das passt doch besser zum Tatort) und Kleinigkeiten wie eine Spieluhr in den Schubladen der Tische entdeckt wurden, löste schon der bekannte Tatortsound die französischen Chansons ab.

Schon die Anfangsszene ließ die Umgebung vergessen. In rasantem Tempo fuhr der Kommissar hilferufend nachts über die Landstraße, nur um wenig später durch einen Kopfschuss seine Erinnerung zu verlieren. Die folgenden knapp 85 Minuten ermittelten die Wiener Kollegen, wie es dazu kommen konnte. Sowohl alte Liebschaften als auch gern verdrängte Weltkriegsverbrechen helfen den Ermittlern dabei, dass an allen polizeilichen Regeln vorbei ausnahmsweise auch ein österreichischer Fall gelöst werden kann.

Das Café Deike ist ein schöner Tatort Geheimtipp für kleine Gruppen, die in ruhiger Atmosphäre dem Krimifieber frönen wollen. Auch hier gilt wieder, dass man noch recht spontan kommen kann, da es kein großes Gedränge um die besten Plätze gibt. Dem gefürchteten Verlust jeglichen Zeitgefühls beugt die altehrwürdige Standuhr entgegen, die sich halbstündlich dezent bemerkbar macht.

Hier wieder die wichtigsten Daten im Überblick:

Ort: Deike (Eimsbüttel)
Adresse: Lutterothstraße 5
Plätze: ca. 20
Altersschnitt: ca. 35
Bild-Qualität: kleine Leinwand, HD
Ton-Qualität: gut
Atmosphäre: niedlich, familiär
Essen/Trinken: Crêpes, Eis und Getränke werden am Tisch serviert
Eintritt: freier Eintritt, eine Bestellung wird erwartet

Alle von uns besuchte Locations (rot):

Über

Ingo kam erstmals 2010 zum Studium in unsere Stadt und antwortet mittlerweile auf die Frage, woher er komme, mit “Hamburg”. Durch seinen Job ist er momentan allerdings selten in Hamburg, wodurch er aber einen Blick “von außen” auf die Ereignisse bekommt. Seine Interessen an Politik und Sport finden sich auch in seinen Artikeln auf Elbmelancholie wieder.

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