Sieben Tage im August: Rekorde und Siege, Tabellenplatz drei, Miniaturwunderland

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Es ist Sonntag, genauer: später Sonntagabend. Wir schauen wieder zurück, was so in unserer Stadt in der letzten Woche passiert ist. Es waren sieben Tage, also zählen wir runter und gucken uns die sieben News-Blocks der Woche an:

Sieben. Geld.

Die Johanniter verkündeten in dieser Woche, dass sie ihren Fahrdienst für behinderte Menschen künftig einstellen wollen. Es lohne sich finanziell nicht mehr, die Verluste werden zu groß. Ersetzt werden soll die Leistung durch andere Anbieter.

Sechs. Fahrräder.

Aufgrund eines Baufehlers bei den Tretlagern muss ein Großteil der Stadträder ausgetauscht werden. Aktuell sind nur 700 der 2500 Räder ausleihbar, bei den anderen taucht beim Buchungsversuch eine Fehlermeldung auf. Wer sich trotz des Mangels ein Stadtrad leihen konnte oder aber sein eigenes Fahrrad dabei hatte, war vielleicht bei der Critical Mass am Freitagabend dabei. Hier rastete ein Autofahrer leider aus und fuhr nach einem ersten Unfall scheinbar mutwillig gegen zwei weitere Teilnehmer und versuchte, sich der Festnahme durch die Polizei zu entziehen. Ob für ihn am Freitag dem Verkehrsmittel Fahrrad zuviel Aufmerksamkeit zu Gute kam und er deswegen sein Auto in den Vordergrund „rückte“?

Fünf. Tourismus.

Hamburg ist ein beliebtes Urlaubsziel. Nicht nur das Miniaturwunderland, welches laut der Deutschen Zentrale für Tourismus die Nummer eins der deutschen Attraktionen ist, sondern auch die Elbphilharmonie (übrigens Platz 51) zieht viele ausländische Reisende an, wie der NDR berichtete. Ein anderes Highlight für Besucher, der Sommerdom endete in diesem Jahr mit einem Besuchertief (2,5 Millionen gegenüber 3 Millionen Besucherinnern und Besucher im Vorjahr) aufgrund des oft getrübten Wetters in diesem Sommer. Bei Regen Zuckerwatte hat nun mal einen eher geringeren Spaßfaktor.

Vier. Feiern.

In Altona fand von Freitag bis heute traditionell Ende August das Afrikafestival Alafia statt.Deichkind traten vor 15.000 Fans auf der Bahrenfelder Trabrennbahn am Freitag auf, Bosse spielte heute vor 13.000 Fans und im Alten Mädchen konnte bei den Craft Beer Days jede Menge Bier getrunken werden.

Drei. Sportliches.

Am gestrigen Samstag fand die Urban Challenge statt. In dem Hindernislauf von 10 Kilometern Länge ging es entlang der Elbe für etwa 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – allen voran Joey Kelly – um Kraft, Ausdauer und Geschick.

Am heutigen Sonntag fand der Blankeneser Heldenlauf statt. Auf Streckenlängen zwischen 6,7 Kilometern bis zur Halbmarathondistanz rannten die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer um den Sieg – oder aber probierten sich bei dem Lauf „Bergziege 2“, bei dem es 1206 Treppenstufen zu bewältigen gab. Ein kleines Manko gab es: Das Startsignal hätte die Cap San Diego geben sollen, die jedoch aufgrund zu weniger Passagiere gar nicht ausgelaufen war.

Bei den swatch World Tour Finals Hamburg 2017 gewannen die Hamburgerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Bei den Männern wurde das Team Markus Böckermann und Lorenz Schümann (Hamburg/Kiel) Fünfter.

Im American Football siegten am Samstag die Hamburg Huskies auswärts gegen die Berliner Adler mit 35:21. Sie können sich  so retten von einem Abstiegsplatz und verbleiben in der German Football League.

Der HSV spielte in dieser Woche 3:1 gegen den FC Köln (und steht in der Tabelle auf Platz drei). Sehen konnten dies aber fast nur die Fans im Stadion, denn bei der Übertragung auf Eurosport ging richtig was schief und das Bild fehlte. In der zweiten Bundesliga gewann der 1.FC St.Pauli 1:0 gegen Heidenheim.

Zwei. Film.

Film. Der Film „Aus dem Nichts“ von dem Hamburger Regisseur Fatih Akin wurde für einen Oscar nominiert. Die Handlung spielt in Hamburg und thematisiert ein von Neonazis durchgeführtes Attentat.

Noch am vor letzten Samstag machte der Edeka in der HafenCity auf sich aufmerksam, denn er hatte alle ausländischen Produkte aus seinen Regalen entfernt und stattdessen Schilder mit Sprüchen wie „Dieses Regal ist ohne Vielfalt ziemlich langweilig“ aufgestellt.  Wie jetzt bekannt wurde, war dies anscheinend nicht der Alleingang einer Filiale. Vielmehr scheint die ganze Aktion geplant gewesen zu sein und dem Dreh eines Werbespots gedient zu haben. Doch ob jetzt Werbeaktion oder Alleingang: Ein Supermarkt möchte etwas verkaufen, da ist in den seltensten Fällen nicht der Hintergedanke von guter Werbung bei solchen Handlungen dabei, oder?

Eins. Rekord.

Einen Rekord stellte die Hamburger Schwimmerin Anke Höhne am heutigen Tag auf: Sie durchschwamm die Müritz einmal längs (fast 32 Kilometer). Gestartet war sie um 6:38 Uhr und kam soeben um 22:40 Uhr erfolgreich an ihrem Ziel an. Wir gratulieren!

Das war es. Die Woche ist vorbei und wir starten in die nächste. Schauen wir, was sie uns bringt! Wir wünschen einen guten Start!

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Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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