Meldungen zum Verkehr der Woche

Bild: Inga Zimmermann
Wochenrückblicke

Wir blicken am späten Sonntagabend zurück auf eine Woche, die wie die Wochen zuvor von den Vorbereitungen auf den G20-Gipfel geprägt war – neben Neuigkeiten von unserer Elbphilharmonie und (vielen) Verkehrsthemen. Die Protestaktionen der G20-Gegner beinhalteten in dieser Woche gruselige Lehmgestalten, die die Ohnmacht vor „den komplexen Zusammenhängen der Welt“ ausdrückten.

Die Verkehrsthemen dieser Woche sind gekrönt – oder vielmehr sollte man überstrahlt sagen – von der Fahrradsternfahrt des ADFC. Es nahmen auch in diesem Jahr wieder sehr viele begeister Radler (30.000!) teil, so dass große Teile der Stadt für den Autoverkehr gesperrt waren. Die Forderungen der Veranstalter wie auch Teilnehmenden betreffen die Nachbesserung einer fahrradfreundlichen und klimaschützenden Verkehrsentwicklung, sowohl in der Hamburger Innenstadt wie auch im Umland.

Ein anderer Vehrkehrsweg erlebte am Samstagnachmittag einige Einbußen in seiner Qualität: Am Hamburger Flughafen waren die Gepäckbänder für drei Stunden ausgefallen, so dass die Gepäckstücke per Hand transportiert werden mussten. Einige Flugzeugen hatten so ohne Koffer abheben müssen. Der Zugverkehr wurde durch eine Bombenentschärfung am Montag ebenfalls behindert, so dass in Hamburg-Harburg viele Züge Verspätung hatten.

Musik hat im weitesten Sinne auch etwas mit Verkehr oder Bewegung zu tun, oder? Denn die Klänge werden zu den Zuhörenden transportiert – wenn wir jetzt mal ganz weit ausholen. Die zurückliegende Woche startete mit dem Verkauf von Konzerttickets (von Hamburg Musik, die etwa ein Drittel aller Konzerte veranstalten) in der Elbphilharmonie. Hier werden die Hamburger insofern bevorzugt, dass sie an den Vorverkaufsstellen mit Glück und langes Schlange stehen, ein Ticket ergattern konnten. Oder aber sie taten (und tuen) es wie der Rest der Welt: Man registriere sich bis zum 1.Juli online und suche sich seine Wunschtermine aus und hoffe, ab dem 15.Juli die Zusage zu erhalten, dass die gewünschten Tickets erworben werden dürfen. Etwas kompliziert und eher unbefriedigend? Ja, so dachten auch viele Hamburgerinnen und Hamburger, denn die ersten Konzerte waren bereits nach kürzester Zeit ausverkauft. In der kommenden, spielfreien Sommerpause wird übrigens auch wieder an der Elbphilharmonie gebaut bzw. nachgebessert: So ganz barrierefrei waren die Stufen bislang noch nicht, insbesondere im Großen Saal. Hier wird nun mit Gummikanten entgegengewirkt; die Kosten seien durch Rücklagen noch gedeckelt.

In der Hamburger Bürgerschaft wurde am Montag auf Antrag der CDU-Fraktion über die mögliche Oper Air-Übertragung der Elbphilharmoniekonzerte diskutiert.  Im September gibt es nun während der CruiseDays die erste kostenlose Übertragung nach draußen, es könnten zwei Live-Übertragungen pro Spielzeit folgen.

Musikalisch endete die Woche auch, denn an diesem Wochenende fand mit „laut und luise“ in Planten un Blomen ein Kindermusikfest statt. Die Kleinen konnten so Klanginstallationen ausprobieren, in Workshops Musikinstrumente spielen lernen oder selber basteln, tanzen und Konzerten lauschen.

Ganz weit weg von den Musik- und Verkehrsthemen der Woche befand sich auch die Nachricht, dass Altbundeskanzler Helmut Kohl verstorben ist. Die Hamburger Morgenpost gedachte ihm auf eine besondere Art, indem sie mit Verweisen auf Wahlergebnisse und der Beziehung zu demselbigen Namens-und auch Amtsträger Helmut Schmidt zusammenfasste, warum Hamburg und Kohl nie zueinander gefunden hatten.

Und sonst so? Wir kennen die Lange Nacht der Museen und die Lange Nacht der Kirchen und lang Tage an sich eh schon. Jetzt gab es am heutigen Sonntag den Langen Tag der StadtNatur in Hamburg, der mit um die 200 Veranstaltungen, einem S-Bahn SonderZUG DES WISSENS auf dem Streckennetz der S1 und einer abendlichen Auftaktveranstaltung mit Unterhaltungsprogramm. Hamburger und Hamburgerinnen konnten so die Natur ihrer Stadt auf die vielfältigsten Weisen entdecken und einmal genauer hinschauen: zum Beispiel bei einer Kräuterwanderung im Stadtpark, einer Bootstour auf der Suche nach den Alterschwänen oder mit dem Fahrrad durch den Ohlsdorfer Friedhof.

Wir wünschen einen guten Start in die neue Woche!

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Über

“Wenn Deutschland, dann Hamburg.” Am liebsten zumindest. Auch wenn es gerade nicht Deutschland ist, Hamburg ist das Zuhause im Herzen. Hier bei Elbmelancholie kann Inga über ihre Erlebnisse in der Hansestadt Hamburg und Gedanken zu den hiesigen Geschehnissen berichten. Stellvertretende Redaktionsleiterin von Elbmelancholie

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