Schietwetter zum Marathon und andere Streitfragen

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Marathontime in Hamburg. Am Sonntag waren einmal mehr rund 15.000 Marathon-Läufer auf Hamburgs Straßen unterwegs. Doch das Wetter meinte es nicht gut mit den Teilnehmern. Immer wieder regnete es, teils kamen sogar Hagelkörner vom Himmel. Dazu gesellten sich kraftraubende Windböen. So wurde es denn auch nichts aus den anvisierten Streckenrekorden, nationalen Rekorden oder WM-Qualis.

Als erster Läufer im Ziel war am Sonntag der Äthiopier Tsegaye Mekonnen nach 2:07:26 Stunden. Nur fünf Sekunden hinter ihm kam Stephen Kiprotich über die Linie. Dritter wurde Jacob Kendagor, der eigentlich als Tempoacher vorgesehen war. Bester Deutscher war der Deutsche Meister Marcus Schöfisch, der in 2:17:56 Stunden Zwölfter wurde. Hamburger Meister wurde Mourad Bekakcha als insgesamt 34. in 2:30:27 Stunden. Bei den Frauen siegte die Portugiesin Jessica Augusto in 2:25:30 Stunden. Mona Stockhecke wurde als erste Deutsche und beste Hamburgerin in 2:36:36 Stunden Achte, konnte bei den Witterungsbedingungen aber die WM-Norm nicht ernsthaft angreifen.

Fußballerisch gab es für Hamburgs Teams Freude einerseits und Tränen andererseits. Während der FC St. Pauli am Freitag mit einem 1:3-Sieg in Düsseldorf einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte, musste der HSV zuhause eine 1:2-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht Darmstadt einstecken. Damit stehen sie weiter nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Der Handball spielende HSV gewann derweil am Samstag zuhause gegen den VfL Potsdam mit 38:31. Damit ist er auch nach dem vorletzten Heimspiel noch immer daheim ungeschlagen. Da die Konkurrenz aus Norderstedt zeitgleich verlor ist rechnerisch sogar noch immer eine Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation möglich. Dafür müsste der HSV seine verbleibenden beiden Spiele jedoch beide gewinnen und die HSG Nord HU dürfte in den ihren nur noch maximal ein Unentschieden holen.

Kommen wir weg vom Sport: Bei Elbmelancholie haben wir schon mehrfach aus Kleinen Anfragen an den Senat, beziehungsweise den Antworten daraus, zitiert, wenn sich dort etwas Interessantes ergab. Dieses Instrument der Bürgerschaftsabgeordneten, Informationen von der Regierung zu erhalten, sorgt nun für Diskussionen. Grund: Die Zahl der Anfragen hat zuletzt deutlich zugenommen. In der Konsequenz sorge das dafür, dass der Senat beziehungsweise dessen Verwaltung zu stark belastet werde und von anderen Tätigkeiten abgehalten wird, schreibt das Abendblatt. Die Opposition, die naturgemäß für die meisten der Kleinen Anfragen verantwortlich ist, sieht die Schuld dafür auch bei der Regierung. Der Senat würde zu oft ungenau oder unvollständig antworten, so das weitere Nachfragen nötig seien.

Im Streit um Schumachers Biergarten im Stadtpark gab es diese Woche derweil Neuigkeiten. Das Landgericht urteilte, dass der Biergarten-Betreiber, dem Anfang des Jahres von Bäderland gekündigt wurde, das Gelände räumen muss. Offenbar hat Bäderland übrigens bereits einen neuen Pächter gefunden. Ende Mai könnte es somit zum Wechsel kommen. Doch der Chef von Schumachers Biergarten will sich gegen die Kündigung weiter wehren – und bis auf weiteres auch weiter öffnen.

Biergarten-Wetter wird es jedoch den Voraussagen zufolge auch kommende Woche noch nicht geben. Zumindest bis Mitte der Woche sind weiter niedrige Temperaturen und Regen angesagt. Wir wünschen euch, dass ich euch die gute Laune dennoch nicht verderben lasst und gut in die neue Woche kommt.

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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