Handball Sport-Verein Hamburg gewinnt im Spitzenspiel gegen die HSG NordHU

Bild: Andreas Grieß
HSV Hamburg

Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, die HSG Norderstedt Henstedt-Ulzburg, Kurzform: HSG NordHU, gewinnt der Handball Sport-Verein Hamburg mit 29:27. Vor 3.659 Zuschauern wahrt der HSV damit seine Chancen auf einen Aufstieg in die Zweite Liga. Mit sieben Treffern steuerte Oldie Stefan Schröder einen guten Teil zum Sieg bei. Torhüter Dominik Plaue sichert seinem Team mit 14 Paraden über weite Teile des Spiels die Führung.

Die Ausgangslage für beide Teams vor dem Spiel versprach Spannung. Die HSG lag mit einem Sieg mehr auf Tabellenplatz zwei vor dem HSV. Der Wiederum hatte bisher kein Heimspiel verloren und hoffte demnach diese Serie aufrecht zu erhalten, um so in der Tabelle aufzuschließen. Da der Tabellenführer, der TSV Altenholz keine Zweitliga-Lizenz beantragt, berechtigt der zweite Tabellenplatz, aber auch nur dieser, zur Teilnahme an einer Aufstiegs-Relegation. Oder anders ausgedrückt: Ein weiterer HSV-Heimsieg könnte der Weg zu einem Aufstieg nach nur einem Jahr in der dritten Liga ebnen und dem Projekt „Neuer HSV“ viel Schwung geben. Eine Niederlage würde den Rückstand jedoch in den verbleibenen acht Spielen auf zwei Siege erhöhen. Das Hinspiel ging für den HSV zudem deutlich verloren: Mit 36:26 und somit zehn Toren Unterschied unterlag das Team von Jens Häusler Ende Oktober.

Zusätzliche Zuschauerplätze hinter den Toren erhöhten die Zuschauerkapazität in der Alsterdorfer Sporthalle, in der der HSV das erste Tor des Spiels markiert. Die Gäste gleichen in der Folge aus, doch der HSV behält die Oberhand. Geht zwischenzeitlich mit vier Toren beim Stand von 10:6 in Führung. Etwas später zieht der HSV sogar auf 12:7 davon. Doch die HSG kommt zurück ins Spiel und schließt bis zur Halbzeit wieder bis auf ein Tor auf. Mit 14:13 gehen beide Teams in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit macht der HSV das erste Tor und festigt so die Führung. Nach einiger Zeit ist der HSV erneut mit vier Toren in Front. Doch die Gäste lassen sich nicht abschütteln und schaffen es erneut den Rückstand aufzuholen. Mehr noch: In Halbzeit zwei geht die HSG erstmals selbst in Führung, beim Stand von 23:25 sogar mit zwei Toren. Im Anschluss schaffen es die Jungs von Jens Häusler jedoch, das Spiel wieder zu drehen und in Führung zu gehen. Diese verteidigen sie bis zum Spielende. Hamburg wirft auch das letzte Tor im Spiel zum Stand von 29:27.

„Das Spiel heute war sehr intensiv“, sagte HSV-Trainer Jens Häußler nach der Begegnung. Seine Mannschaft habe gut ins Spiel gefunden und über weite Teile geduldig gespielt. Immer wenn der HSV von dieser Linie abgewichen sei, habe man die Gäste jedoch eingeladen, wieder ranzukommen. Auch die „überragende Siebenmeterquote“, wie Häusler ironisch anmerkte, habe das Spiel offen gehalten. Von sechs Versuchen fand nur einer den Weg ins Tor. Felix Mehrkens, der einen von drei seiner Siebenmeter verwandelte, gab zu: „Zum Teil sind die wirklich schlecht geworfen gewesen.“ Doch auch die Norderstedter Torhüterleistung sei stark gewesen.

Für den HSV geht es nun mit zwei Auswärtsspielen, gegen Braunschweig und die zweite Mannschaft der SG Flensburg/Handewitt weiter, ehe am 31. März der Tabellenführer vom TSV Altenholz der nächste Gegner in der Sporthalle Hamburg ist.

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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