HSV bleibt mit Sieg gegen OHV Aurich im Aufstiegs-Rennen

Bild: Andreas Grieß
HSV Hamburg

Mit 35:30 gewinnt der Handball Sport-Verein Hamburg gegen den OHV Aurich und bleibt damit im Rennen um den Aufstieg. Nächste Woche kommt es zum Showdown.

Nach einem Monat hieß es am Samstagabend für den Handball Sport-Verein Hamburg endlich wieder: Heimspiel. Als Gegner kam der OHV Aurich in die Alsterdorfer Sporthalle. Sollte ihm gelingen, was in dieser Saison noch keinem Team gelang: den Hamburgern eine Heimniederlage bescheren? Die mitgereisten Fans wollten jedenfalls das ihre dazu beitragen.

Doch wie so oft ist es das Heimteam, das die erste Führung im Spiel erzielt. Schnörkels wirft Jan Forstbauer den Ball ins Tor. Acht Minuten lang gelingt es Aurich im Gegenzug oder zumindest zeitnah auszugleichen. Dann stellt erneut Jan Forstbauer mit dem Tor zum 6:4 die erste zwei-Tore-Führung her. Zwei weitere Minuten später ist Aurich erstmals mit einer Zeitstrafe belegt. Der HSV nutzt das in Person von Jan Torben Ehlers und stellt auf 8:5.

In der Folge wird das Spiel etwas zerfahren und es bleibt bei einem Vorsprung von zwei oder gelegentlich auch mal drei Toren für Hamburg. Doch kurz vor dem Ende der ersten Hälfte wird es noch einmal hektisch. Plötzlich fallen hier wie dort viele schnelle Tore. Und insbesondere die Gäste sind nicht mit den Entscheidungen der Schiedsrichter einverstanden, was an einer Stelle insbesondere für Aurichs Trainer gilt, der für zu starkes Reklamieren die Gelbe Karte sieht.

Die Gäste kommen immer wieder ran

Es sieht so aus, als schafft es Aurich dennoch mit nur einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen. Doch die verbleibenden zehn Sekunden auf der Uhr reichen dem HSV, um in Person von Finn Wullenweber noch einmal zu punkten. Halbzeitstand: 18:16.

Auch in Halbzeit zwei ist es Jan Forstbauer, der das erste Tor der Begegnung erzielt. Kurz darauf stellt der HSV sogar auf 20:16. Nach fünf Minuten gelingt es den Hamburgern in Unterzahl sogar auf fünf Tore wegzuziehen. Doch eine Vorentscheidung ist das noch nicht. Weiter fünf Minuten später ist Aurich wieder bis auf zwei Tore dran, beim Stand von 26:24.

Das Spiel bleibt intensiv und auch die HSV-Bank lässt sich mitreißen und erhält nun ebenfalls eine Gelbe Karte. Ein Raunen geht durch die Halle, die mit 2.849 Zuschauern gefüllt ist, als zehn Minuten vor Schluss die Hamburger einen langen Ball ins leer stehende Tor nicht unterbringen. Aurich versucht noch einmal alles, spielt in Unterzahl ohne Torhüter. Es steht 30:28.

„Immer die richtigen Antworten gefunden“

Mehrfach haben die Gäste nun die Chance, auf ein Tor heranzukommen. Doch der entscheidende Treffer gelingt nicht. Stattdessen erhöht Hamburg noch einmal den Abstand auf vier Tore. Mit 33:29 geht es in die letzten gut drei Minuten. Und in denen lässt sich Hamburg die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Es ist Christopher Rix, der letztlich den Schlusspunkt zum 35:30-Sieg setzen darf.

„Wir haben heute ganz, ganz wichtiges Spiel siegreich für uns gestalten können“, sagte Jens Häusler nach dem Spiel. In den vergangenen zwei Wochen hätten er und sein Team sich intensiv auf das Spiel vorbereitet und auch einige Dinge geändert. „Wir haben immer die richtigen Antworten gefunden“, lobte der Coach sein Team und hob insbesondere Jan Torben Ehlers hervor. Der selbst sagte nach dem Sieg: „Ich bin super froh über unsere Mannschaftsleistung heute. Es hat alles so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Mit Hinblick auf die mitunter hitzige Stimmung ergänzte Jens Häusler zudem: „Wenn zwei Trainer sich tierisch aufregen, dann weiß ich, woran es liegt.“

Mit dem Sieg bleibt der HSV bis auf einen Sieg am zeitgleich siegreichen, zweitplatzierten HSG Nord HU dran. Das Team aus Norderstedt kommt kommende Woche zum Spiel nach Hamburg. Mit einem Sieg könnte der HSV also gleichziehen. Für beide Mannschaften ist das ein besonders wichtiges Spiel. Da der Tabellenführer TSV Altenholz keine Lizenz für die Zweite Liga beantragt, bekommt der Zweite die Chance über eine Relegation aufzusteigen.

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten.
Twitter: @youdazandreasgriess.de
Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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