Bittere 82:85-Niederlage der Hamburg Towers gegen Trier

Bild: Andreas Grieß
Hamburg Towers

    Mit 82:85 unterliegen die Hamburg Towers den Gladiators Trier und verpassen es damit, Big Points einzufahren, um doch noch in die Play-Offs zu gelangen. Nach einem guten Start zeigten Hamburgs Basketballer ein schwaches zweites Viertel, kamen zum Ende des Spiels aber noch einmal in Schlagdistanz. Doch auch Topscorer Anthony Canty konnte mit seinen 26 erzielten Punkte und einer beherzten Leistung die Niederlage nicht abwenden.

    In der mit 3.400 Zuschauern ausverkauften Inselparkhalle wollte Trainer Hamed Attarbashi den dritten Sieg in Folge holen. Mit den Gladiators Trier war ein direkter Konkurrent um die Play-Offs-Plätze zu Gast – ein Sieg und es gäbe Hoffnung für die Play-Offs. Zu Beginn schien noch alles gut zu laufen. Nach nur wenigen Sekunden erzielt Canty die ersten Punkte der Partie. Liyanage legt einen Korbleger hinterher (4:0). Der vier-Punkte-Vorsprung bleibt die ersten Minuten konstant. Hinten stehen die Towers gut organisiert. Nach sechs Spielminute scheinen die Gäste in die Partie zu finden, kommen Punkt für Punkt ran und gehen zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels sogar mit 20:18 in Führung. Das erste Viertel endet mit einem 23:23-Unentschieden.

    Towers verlieren den Anschluss

    Anthony Canty bringt seine Mannschaft nach knapp einer Minute mit einem herrlich herausgespielten Dreier wieder mit 26:23 in Front. Doch die Gäste geben sich noch lange nicht geschlagen – kontern schließlich mit einem Dreier zur 28:26-Führung. Die Towers spielen in dieser Phase zu unkonzentriert, verteidigen schlecht und lassen die Gäste vor allem bei dem Offensiv-Rebounds zu viele Möglichkeiten. Trier zieht weiter davon – 34:26. Drei Minuten vor der Halbzeitpause dann endlich wieder ein Lebenszeichen von den Towers – Lansdowne mit einem Korbleger zum 34:28-Anschluss. Die ersten Towers-Punkte nach fünf Minuten. Doch auch zur Halbzeitpause können die Towers den Rückstand nicht kleiner werden lassen. Trier liegt mit sieben Punkten vorne (41:34).

    Nach der Pause machen die Gäste so weiter wie sie vor der Halbzeit aufgehört haben und bauen den Vorsprung immer weiter aus. Zwar gelingt es den Towers im dritten Viertel immer wieder kurzzeitig auf fünf Punkte heranzukommen. Doch Trier lässt sich nicht aus dem Tritt bringen und punktet vorne weiter fleißig. Knapp eine Minute vor Ende des Viertels liegen die Towers sogar mit vierzehn Punkten hinten (67:53), was vor allem an den erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen liegt. Und diese wollen den Towers am heutigen Abend so überhaupt nicht gelingen. Von 17 Würfen finden lediglich vier ihr Ziel – eine mehr als miserable Ausbeute. Auch insgesamt scheinen die Türme kein Mittel gegen die Gäste zu haben. Die Rebounds stellen sie immer wieder vor extreme Probleme.

    Die letzten zehn Minuten beginnen. Und diese sollten es noch in sich haben. Sechs Minuten vor dem Ende bringt Canty die Towers bis auf neun Punkte ran. Ferguson legt mit zwei Freiwürfen nach. Nur noch 69:63. Schaffen die Towers doch noch die Partie zu drehen? Zwei Freiwürfen von Canty bringen die Towers bis auf vier Punkte ran (69:65). Die Halle kocht. Doch immer wieder, wenn geglaubt wird, dass Trier zu wackeln beginnen könnte, kontern die Gäste mit Dreiern. Zwei Minuten vor Schluss kämpfen sich die Towers wieder bis auf drei Punkte ran (77:74). Doch am Ende reicht es nicht mehr. Vor heimischer Kulisse müssen die Türme sich mit 82:85 geschlagen geben.

    „Eine bittere Niederlage“

    Eine bittere Niederlage, wie Towers-Coach nach der Partie sagt: „Wir haben Trier eine gute erste Halbzeit spielen lassen. Sie haben teilweise unfassbare Würfe getroffen. Das letzte Viertel hatten wir eine starke Defense und haben wirklich aufopfernd gespielt. Aber am Ende haben wir verdient verloren.“ Auch Topscorer Anthony Canty zeigte sich nach der Partie mehr als bedient: „Wir sind gut gestartet. Aber unser großes Problem waren die Offensiv-Rebounds von Trier. Teilweise hatten die so drei oder vier Angriffsmöglichkeiten in Folge.“

    Neben den Offensiv-Rebounds sah Attarbashi auch ein anderes Problem: „Unsere vergebenen Dreier haben uns heute wirklich weh getan. Wir haben eine wirklich schwierige Saison, mit vielen kleinen Problemen. Die wollen wir jetzt einfach nur positiv zu Ende bringen. An die Play-Offs denke ich gar nicht. Für uns geht es nur von Spiel zu Spiel. Hätten wir heute gewonnen, dann hätten wir vielleicht an den Play-Off-Plätzen geschnuppert, aber nach dieser bitteren Niederlage wird das schwierig.“

    Weiter geht es für die Hamburg Towers bereits am Sonntag in Chemnitz. In Wilhelmsburg geht das Team erst am Samstag, 4. März wieder auf Korbjagd. Zu Gast ist dann das Team aus Heidelberg.

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    Über

    Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

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