Towers_gg_Paderborn_Kone2

96:68! Hamburg Towers feiern gegen Leverkusen ihren höchsten Saisonsieg

Bilder: Andreas Grieß
Sport

    Nach dem langersehnten Auswärtssieg am Freitag in Chemnitz (81:77), ging es für die Hamburg Towers am Sonntagnachmittag nun wieder vor heimischem Publikum gegen den Tabellenvorletzten aus Leverkusen weiter. Die 67:75-Niederlage gegen Kirchheim im letzten Heimspiel sollte vergessen gemacht werden. Und das wurde sie auch: Die Towers glänzten über die meisten Strecken der Begegnung und setzten sich souverän mit 96:68 durch.

    Nach einem Freiwurf von Stefan Schmidt und einem Dreier von Anthony Canty kamen die Towers schon nach wenigen Minuten gut in die Partie. Nach einem Korbleger von Bazou Kone in der sechsten Spielminute lagen die Towers erstmals mit fünf Punkten vorne (11:6). Xavier Roberson legte eine Minute später mit einem Dreier zum 14:8 nach. Die Giants aus Leverkusen spielten jedoch im ersten Viertel noch munter mit. Zu dessen Ende verkürzten sie ihren Rückstand bis auf zwei Punkte (17:15).

    Gleich zu Beginn des zweiten Viertels vergrößerte Steffen Kiese mit einem Dreier zum 20:15. Ein Freiwurf und ein Dreier von Vincent Kittmann brachten kurze Zeit später sogar eine zwischenzeitliche neun-Punkt-Führung für die Towers (28:19). Zwei Minuten vor der Halbzeitpause zogen die Towers durch Punkte von Bazou Koné sogar auf zehn Punkte davon (35:25). Ein weiterer Dreier des 22-jährigen Point Guards kurz vor dem Buzzer brachte eine 12-Punkte-Führung. Zur Halbzeitpause konnten die Giants nur noch zum 42:32 verkürzen.

    Towers drehen im dritten Viertel so richtig auf

    Nach der Halbzeit spielten die Hausherren weiter munter nach vorne. Vorne weg: Jonathon Williams, der immer wieder fleißig punktete und an diesem Nachmittag mit 21 Punkten der absolute Top-Scorer bei den Towers war. Kein Wunder also, dass es Williams war, der nach drei Minuten für den wohl spektakulärsten Moment der Partie sorgte. Nach einem Assist von Bazou Koné verwandelte er einen wunderbar ausgespielten Alley Ooop Dunk zum 50:37. Spätestens nun verließ die Bayer Giants der Mut. Haben sie in der ersten Hälfte noch gut mithalten können, schienen sie nun Federn lassen zu müssen. Die Towers zeigten kein Erbarmen und punkteten vor allem Dank Jonathon Williams fleißig weiter (55:37). Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels vergrößerte Anthony Canty mit einem Sprungwurf sogar zur 59:38-Führung.

    Towers_Kirchheim_Olinde

    Nachwuchsspieler Louis Olinde (hier im Spiel gegen Kirchheim) erzielte gegen Leverkusen seine ersten Treffer für die Hamburg Towers

    Louis Olinde erzielt erste Punkte im Towers-Trikot

    Mit einer zwanzig-Punkte-Führung (65:45) ging es für die Towers in die letzten zehn Minuten der Partie. Und diese spielten die Hausherren dann nicht nur souverän runter, sondern glänzten mit beeindruckenden Spielkombinationen und Zielstrebigkeit. Auch Nachwuchsspieler Louis Olinde, Sohn des ehemaligen Basketballers Wilbert Olinde, zeigte sein Können und erzielte vier Punkte – seine ersten Pflichtspiel-Punkte im Towers-Trikot. Olinde nach dem Spiel: „Das heutige Spiel war schon einer meiner beste Erlebnisse bei den Towers. Ich weiß, was ich kann und das wollte ich zeigen. Nun bin ich so richtig angekommen in der Mannschaft.“ Nicht nur der 17-Jährige freute sich über die Treffer, auch die Mannschaft war begeistert, sprang von der Ersatzbank und freute sich mit dem Nachwuchstalent. Auch Trainer Attarbashi hatte nach der Begegnung nur lobende Worte für Olinde: „Er sah heute echt super aus. Er ist Nationalspieler. Ich habe ihm das schon zugetraut.“

    Xavier Roberson war mit 14 erzielten Punkten hinter Jonathon Williams der zweitbeste Werfer bei den Towers

    Xavier Roberson war mit 14 erzielten Punkten hinter Jonathon Williams der zweitbeste Werfer bei den Towers

    „96 Punkte sind richtig viel. Das ist für uns Rekord.“

    In den letzten Minuten brachen die Gäste aus Leverkusen komplett in sich zusammen. Die Towers punkteten ganz nach Belieben. Zwei Minuten vor Schluss führten sie sogar mit dreißig Punkten (88:58). Und was durfte in so einem, über weite Strecken perfekten Spiel, nicht fehlen: ein Buzzer-Beater, mit dem Xavier Roberson den Schlusspunkt setzte und die 3.100 Zuschauer in der Inselparkhalle endgültig von den Stühlen holte. Am Ende konnten sich die Türme über einen mehr als souveränen 96:68-Sieg freuen – den bislang höchsten Saisonsieg der Towers! Coach Attarbashi war nach dem Sieg sichtlich stolz auf seine Jungs: „Wir haben noch nie gegen Leverkusen gewonnen. Das war schon ein Angstgegner von uns. Nach dem Sieg können wir nun endlich gut schlafen. 96 Punkte sind richtig viel. Das ist für uns Rekord. Es war einfach nur ein super Wochenende.“

    Doch: Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel. Aus diesem Grund richtete Attarbashi nach der Partie gleich wieder seinen Blick nach vorne: „Wir müssen jetzt noch zwei Mal gewinnen. Dann haben wir die Playoffs sicher. Und das wollen wir so schnell wie möglich erledigen.“ Nach dem Sieg gegen Leverkusen stehen die Jungs von Trainer Attarbashi mit 28 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Erste Gelegenheit, um den nächsten wichtigen Sieg einzufahren, ist am kommenden Samstag auswärts in Hanau. In der Inselparkhalle geht es dann wieder am 4. März (19:30 Uhr) weiter. Dann treffen die Hamburger mit Nürnberg auf einen direkten Playoffs-Konkurrenten, der momentan nur zwei Zähler weniger als die Towers auf dem Konto hat und auf Platz Sieben steht.

    • Anzeige


    Über

    Nach dem Abschluss ihres Germanistik-Studiums baut sich die gebürtige Hamburgerin nun ein Standbein als freie Journalistin auf. Da ihr Herz für den Sport und insbesondere für den Fußball schlägt, schreibt sie bei Elbmelancholie vor allem über Themen rund um den Sport. @ElliHyra

    Schreibe einen Kommentar


    Captcha:
    Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.