Feier und Flamme für 2016

Bild: Andreas Grieß
Wochenrückblicke

Frohes Neues! Die letzte Woche des Jahres 2015 ist vorbei. Doch KW53 war auch die erste Woche 2016. Und somit stand der Jahreswechsel im Mittelpunkt – nicht nur von den Tagen her, sondern auch thematisch. Das Einkaufen fiel nach Weihnachten und vor den Silvesterfeiern schwer – und nach dem Jahreswechsel kaum leichter. Auch wenn am Sonntag direkt ein verkaufsoffener Sonntag in die Stadt lockte. Abgeschlossen wird der übrigens mit einem Feuerwerk. Das letzte ist ja auch schon sehr lange her, nicht wahr?! Und in Hamburg gibt es im Schnitt immerhin mehr als jeden zweiten Tag eines, wie ich erst kürzlich aufschrieb.

Doch zurück zum Jahreswechsel selbst. Der verlief in Hamburg weitestgehend friedlich. Von Umständen wie in München blieben wir zum Glück verschont. Die Hamburger ließen es sich nicht nehmen, in großer Zahl an den beliebten Hotspots, allen voran der Alster und dem Hafen, zu erscheinen und Feuerwerk zu machen. Bei den mitunter chaotischen Zuständen dabei ist es zwar erstaunlich, dass selten etwas Schlimmeres passiert, aber auch begrüßenswert. Dennoch musste die Feuerwehr erneut viele Male ausrücken.

Genau genommen gab es laut Einsatzbilanz der Feuerwehr 250 Einsätze wegen Feuers, wovon 149 Kleinfeuer betrafen. Die meisten Einsätze fanden wenig überraschend zwischen 0 und 2 Uhr statt. Damit gab es 31 Feuer-Einsätze mehr als im Vorjahr, aber fast 60 weniger als zum Jahreswechsel 2013/14. Die Zahl der Rettungsdienst-Einsätze war zum neuen Jahr etwas geringer als in den vergangenen Jahren. Dieses Mal waren es aber immer noch 734. Insgesamt mussten somit 991 Einsätze zwischen 18 Uhr und 6 Uhr geleistet werden. Ein Dank an die Rettungskräfte an dieser Stelle!

Jede Rettung zu spät kam für Helene Fischer. Sie starb am Neujahrsabend – allerdings nur im TV, als Charakter im Tatort. Im neuen Til Schweiger Hamburg-Tatort spielte sie eine russische Killerin. Schauspielleistung: Naja. Handlung: Naja. Zuschauerzahl: Mit 8,24 Millionen ganz ordentlich, aber wohl auch deutlich hinter den Erwartungen und klar schwächer als die letzten “Nick Tschiller”-Streifen. Heute Abend hat Til mit der Fortsetzung noch einmal die Chance, seine Beliebtheitswerte aufzupeppeln.

Apropos unterirdisch (okay, der war fies): Die Hochbahn hat diese Woche Neuigkeiten zur U5 veröffentlicht. Die Machbarkeitsuntersuchungen für die U5 Ost (Bramfeld – City Nord) stehen demnach kurz vor der Fertigstellung. Bedeutet vor allem: Die Entscheidungen für die favorisierten Verläufe sind gefallen. Laut Hochbahn soll die neue U5 über Bramfeld, wo der genaue Stationsort noch unklar ist, und Steilshoop, wo es nur eine, nicht zwei Haltestellen geben wird, zu einer weiteren Station Hartzloh fahren, um dann am Rübenkamp zu halten, wo es einen Umstieg zur S-Bahn geben soll. Weiter verläuft die Linie an die Sengelmannstraße, wo auch die U1 erreicht wird. Von dort geht es in die City Nord. Der Arbeitstitel für die dortige Station ist New-York-Ring. Die Weiterführung der U5 zum Hauptbahnhof wird nun als nächstes untersucht. Bisherige Planungen sehen vor, dass es am Borgweg einen Umstieg zur U3 geben könnte. Der erste Bauabschnitt könnte 2021 begonnen werden und bis 2026 fertig sein.

Der Chef der Hamburger S-Bahn, Kay Uwe Arnecke, hat derweil gegenüber dem Hamburger Abendblatt vorgeschlagen, den westlichen Verlauf der U5 lieber mit einer S-Bahn-Strecke zu verwirklichen. Lurup, Osdorfer Born und die Arenen im Volkspark könne sein Unternehmen schneller und günstiger anbinden.

Einen überraschenden Erfolg gab es dann noch am Samstagabend in Wilhelmsburg. Hier schlugen die Hamburg Towers den Tabellenführer aus Jena. Nun macht an mancher Stelle sogar das Wort „Aufstieg“ die Runde. Marvin Willoughby, sportlicher Leiter der Towers, tritt aber ein bisschen auf die Euphoriebremse – und das nicht einmal aus sportlichen Gründen.

Von den Bauplänen im Nahverkehr und der weiteren Saison der Hamburg Towers werden wir im Neuen Jahr sicher noch viel hören. Wir verfolgen diese und weitere Themen weiter und wünschen nun erst einmal einen guten Start in die erste reguläre Arbeitswoche 2016!

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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