Hamburg-TLD

Hamburgs top-Level Domain: Sunrise Phase beginnt

Bild und Collage: Andreas Grieß
Netzleben

    Anfang des Jahres schrieb ich schon einmal über die neue Top-Level-Domain „.hamburg“. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits rund 50.000 Interessenten für eine Webadresse, die nicht auf „.de“ oder „.com“ endet, sondern auf „.hamburg“. Nun macht die neue Endung den nächsten Schritt. Ab heute beginnt die sogenannte „Sunrise Period“, die bis zum 13. August dauern wird. In dieser Zeit können Unternehmen, die aufgrund von eingetragenen Marken besonderes Anrecht auf bestimmte Namen genießen, diese verbindlich bestellen. Im Anschluss, ab dem 27. August, beginnt die freie Reservierung, ab der jeder seine .hamburg-Domain registrieren kann.

    Dafür muss jedoch ein Bezug zu Hamburg existieren, sprich mindestens einer der drei Kontakte, die bei der Registrierung einer .hamburg-Domain anzugeben sind (Domaininhaber, administrative Ansprechpartner, technische Kontakt), muss eine Adresse in der Metropolregion Hamburg haben. Eine aktive Kontrolle während des Registrierungsprozesses der .hamburg-Domain gäbe es aber nicht, so die Registry-Firma. Bereits vorab konnte man (und kann weiterhin) jedoch entsprechende Domains unverbindlich vorbestellen. Sobald es dann richtig los geht, so versprechen die Anbieter, könne man dann verbindlich vorbestellen und sei einer der Ersten. Denn es gilt: Wer zuerst kommt, bekommt die Domain.

    Auch zu den Kosten sind erste Details bekannt. In der letzten Pressemitteilung sprach die Hamburg Top-Level-Domain GmbH von „Preisen zwischen voraussichtlich 30 und 60 Euro pro Jahr“, zuvor hieß es 35-70 Euro. Voraussichtlich werden sich die Kosten wohl bei 49 Euro im Jahr einpegeln, wie sie derzeit für die meisten neuen Domains verlangt werden.

    Von dem Geld dürfte auch die Stadt etwas haben. Auf der Website der Hamburg Top-Level-Domain GmbH heißt es: „Seit März 2012 besteht ein Kooperationsvertrag mit der Freien und Hansestadt Hamburg zum Betrieb von .hamburg. Dieser sichert der Stadt Hamburg nicht nur regelmäßige Einnahmen zu, sondern berücksichtigt auch umfänglich die Interessen der Stadt und natürlich auch die der Hamburger Öffentlichkeit.“ Darüber hinaus ist die Stadt auch als Gesellschafter an der GmbH beteiligt und bekommt als solcher im Gesellschaftsvertrag weitreichende Rechte zugesprochen.

    Über eine Anfrage über das Transparenzgesetz versuche ich übrigens, dass der Vertrag zwischen der Hamburg Top-Level-Domain GmbH und der Stadt Hamburg offen gelegt wird. Diesbezüglich werden wir euch auf dem Laufenden halten. Eine Domain habe ich ebenfalls schon mal vorreserviert. Was euch dort erwarten wird, wenn alles klappt, erfahrt ihr dann zu gegebener Zeit.

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    Über

    Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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