Mehrere Tausend Hamburger protestieren gegen Mietpreise (mit Audioslideshow)

Bild: Andreas Grieß
Debatte

„Keine Profite mit der Miete“, das ist die Forderung der Hamburgerinnen und Hamburger, die heute von 14 Uhr bis 18 Uhr gegen die Entwicklung der Mietpreise, Wohnungsleerstand, Gentrifizierung und Zwangsräumungen demonstrierten. Durch die Entwicklung in den Esso-Häusern haben diese Themen in der Woche noch einmal einen aktuellen Bezug bekommen. Auch für eine bessere Unterbringung der afrikanischen Flüchtlinge wurde demonstriert. Laut Veranstaltern gingen rund 5.000 Menschen auf die Straße, die Polizei sprach zwischenzeitlich von 1.600 Teilnehmern. Die Demonstration verlief weitestgehend friedlich, nur vereinzelt wurden zu Beginn Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei griff jedoch nicht ein.

Video

Der Protestzug zog vom Millerntorplatz vorbei am Reeperbahnfestival und den Esso-Häusern Richtung Sternschanze, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Über die Eimsbüttler Chaussee führte der Weg zurück, vorbei an der Roten Flora, wo ein weiterer Zwischenstopp erfolgte. Gerade im Schanzenviertel wurde der Protestzug auch von Anwohnern lautstark, etwa durch das Klopfen mit Töpfen, unterstützt. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Karolinenplatz statt. Vertreter mehrerer Bündnisse hielten Redebeiträge. Zu Beginn spielte zudem die Band Caracho und heizte mit dem Song „Recht auf Stadt“ ein.

Entlang der Strecke gab es weitere teils kreative Protestaktionen, etwa durch die Kampagne „Schlaflos in Hamburg?“, die als Zombies auf einer Baustelle posierten. Aufgerufen hatte eine ganze Reihe an verschiedenen Bündnissen und politischen Gruppen, überwiegend aus dem Linken und noch linkerem Spektrum. Die Demonstration in Hamburg fand im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags statt, an dem unter anderem auch in Berlin, Frankfurt, Köln und Düsseldorf Aktionen stattfanden.

Weitere Impressionen und O-Töne findet ihr in der Audioslideshow oben!
Einen umfangreichen Bericht findet ihr zudem bei den Kollegen von Hamburg Mittendrin.

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Über

Andreas kam 2010 zwei Monate für ein Praktikum nach Hamburg. Im Sommer 2012 kehrte er nach abgeschlossenem Studium zurück, um hier als Journalist zu arbeiten. Twitter: @youdazandreasgriess.de Redaktionsleiter von Elbmelancholie

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